Re: Die Gerechtigkeit bei Bertha Dudde


  Endzeitprophetie  

Geschrieben von Jalux am 24. Mai 2007 20:15:

Als Antwort auf: Re: Die Gerechtigkeit bei Bertha Dudde geschrieben von Frank B. am 19. Mai 2007 22:20:40:

Hallo Frank,
Vielen Dank für deinen freundlichen Brief. Auch ich habe die Bertha-Dudde-Kundgaben lange Jahre für berechtigt neben den Schriften Jakob Böhmes, Swedenborgs, Lorbers oder Heinrich Jung Stilling angesehen. Ich habe sie mit der Lichtempfindung geprüft und viel Licht, aber auch ausgesprochene Dunkelheit erlebt (Wirbel von Licht und Dunkelheit ineinander und durcheinander). Dennoch habe ich sie als eine besondere Perspektive der Wahrheit lange Zeit anerkannt und verteidigt, habe über schwache Stellen hinweggesehen und sie im Positiven zurechtinterpretiert. Unterstützt wurde diese Haltung durch eine Vision, die ich in meiner Pupertät hatte und die dem Eltuntergangszenarium bei Bertha Dudde entsprach. Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Die Quelle stimmt nicht. Diese Kundgaben stammen nicht von Jesus, auch wenn sie viel Wahrheit enthalten.
Zwar ist dem Guten (nach dem Guten Strebenden) alles gut und er wird sich das Gute herausuchen, wer aber unbedingt näheres über den Verlauf der Endzeit in Erfahrung bringen will, der ist bei Bertha Dudde nicht unbedingt gut beraten, zumal dort alles sehr unscharf und lückenhaft dargestellt wird, was schon bei vielen anderen Sehern deutlicher ausgeführt wird. Der geistesgeschichtliche und nationale Aspekt fehlt z. B. vollständig. Auch die Völker haben Missionen. Insbesondere die Mission des Volkes Israel ist noch nicht beendet. Die Menschheitsgeschichte bildet eine Kontinuität und wird nicht plötzlich abgebrochen, weil es der Mensch oder Satan so will, sondern es gibt eine Heilsgeschichte. Und das Spätere baut auf dem Früheren auf. Geschichte ist auch Heilsgeschichte, auch und gerade, wenn in ihr das Böse noch scheinbar bei weitem überwiegt.
Es wäre ja schön, wenn du recht hättest, wenn:
Bei Bertha Dudde nur die schlimmsten menschlichen Teufel neugebannt werden. Aber welcher Mensch verdient es als erzteuflich bezeichnet zu werden? Wo ist die Grenze zu setzen? Von welchem Menschen kannst du behaupten, er sei nicht mehr zu bessern? Ich kenne jedenfalls keinen. Alles hat seinen spirituellen Grund, und was sollte da eine von Gott inszenierte Seelenauflösung, die zur Neubannung führt, nützen? Von Gott wird niemand aufgelöst, der sich nicht selbst auflöst, und genau das wäre die Voraussetzung für eine Neubannung. Und wieviele wirklich erzböse Menschen mag es geben, hunderte Millionen, 2 bis 3 Milliarden? Der Antmessias und Satan, der durch ihn wirkt, wird es ja sein, der die Menschen für erzböse hält und das Urbild des Menschen vor Gott verspotten will durch seine Verführungen. Er will die Menschen verderben, nicht Gott. Bei Bertha Dudde aber werden im "Weltuntergang" bis auf die "kleine Herde" der Getreuen nahezu alle neugebannt, bis auf ganz wenige Ausnahmen, die während der Endkatastrophe noch bereuen. So steht das in den Texten.
Es wäre schön, wenn du recht hättest, und bei Bertha Dudde nicht stehen würde, die gesamte Erdoberfläche würde vernichtet. Doch, es steht da: Die Edkruste wird laut Kundgaben sogar vollständig atomisiert durch einen Unfall in den Bohrlochkraftwerken, (welche letztere sogar bei der Sibylle von Prag (17. Jahrhundert) und bei Lorber erwähnt werden).
Nach der Totalverwandlung der Erde soll dann alles neu und in Herrlichkeit von neuem beginnen. Aber was nützt es, wenn das Böse einfach von Außen vernichtet wird, unter den Tisch gekehrt? Tatsächlich wiederholen sich genäß der Bertha-Dudde-Texte die Zeiten der Totalvernichtungen, der Umwandlungen und danach fortschreitenden Dekadenz ins unabsehbar Endlose. Wer also nicht pariert, wird neugebannt. Man fragt sich, wozu Jesus gestorben ist. Ist dies das Handeln Gottes? Ist Jesus ein Brutalinski?
Daß aber das Harmaggedon nicht die Totalvenichtung der Erdkruste ist, das wissen sogar die Zeugen Jehovas, und diese sind Erzarianer.
Nichts für Ungut.

Viele Grüße
Jalux






Antworten:


  Endzeitprophetie