Re: Des Himmelreichs Schlüssel...


Laudate Dominum - Lobpreis dem Herrn!

Geschrieben von Tawa am 23. Mai 2004 21:23:05:

Als Antwort auf: Re: Des Himmelreichs Schlüssel... geschrieben von Epidophekles am 23. Mai 2004 11:25:49:

Lieber Epi,

dann mal immer der Reihe nach... Du schaffst mich wirklich :-).


>zunächst hast du mich geradezu wie gelähmt - und ich wollte dir nur schreiben, dass ich zur Verarbeitung und für eine Antwort etwas länger brauche.
>Dann habe ich mich nochmals gefasst, zusammengerissen und konzentriert und Gedanke für Gedanke von dir aufgenommen.

Warum habe ich Dich gelähmt?


Nun will ich ja nicht deine tiefen Erkenntnisse wiederholen, auch wenn ich sie wesentlich und für jeden nachdenkenswert halte, sondern das ansprechen, was ich nicht ganz nachvollziehen kann.

Für mich ist das hier eine wesentliche Übung, meine "Erkenntnisse" - welche ja auch nicht alle allein auf meinem Mist gewachsen sind, zu rezitieren, Revue passieren zu lassen und zu verinnerlichen bzw. mir überhaupt über die einzelnen Zusammenhänge klar zu werden. Insofern bin ich Dir für Dein Engagement hier und daß Du auf mich und mein "Gesülze" eingehst, äußerst dankbar.

Was du als Teil-Eigenschaft Gottes bezeichnet hast (den Heiligen Geist), würde ich nun einfach als vollwertige Eigenschaft Gottes bezeichnen, vielleicht aber nicht einmal als 'Eigenschaft', sondern als einen Teil-Bereich seines Wesens. Über die Dreieinigkeit werde ich nun einen Link zu einer Dudde-Kundgabe setzen. Du musst das ja nicht lesen, aber ich sehe darin eine Antwort, wie ich sie einfach nicht besser geben könnte. Dort wird der Heilige Geist als die Willenskraft Gottes dargestellt.

Nun, sobald ich dazu komme, lese ich die BD-Durchgabe dazu sehr gerne. In aller Regel komme ich da erst dazu, wenn ich von innen heraus eine entsprechende Anweisung / ein Verlangen danach verspüre. Dies hat nun definitiv nichts mit einer Wertigkeit für oder gegen Dudde zu tun. Ich kann mich im Allgemeinen jedoch recht gut darauf verlassen, was für mich gerade wichtig ist. Soviel zur Entschuldigung, daß ich den von Dir verlinkten Text tatsächlich noch nicht gelesen habe. Und... ich akzeptiere durchaus auch andere Teilwahrheiten, doch dies haben wir ja bereits in einem anderen Thread bereits kurz behandelt :-).

Deiner Aussage den Heiligen Geist betreffend möchte ich natürlich voll und ganz zustimmen. Meine genannte "Teil-Eigenschaft" zielte darauf ab, klarzumachen, wie unendlich vielschichtig Gott ist. Desweiteren läßt sich durch das Wörtchen "Teil-" durchaus implizieren, daß wir daran Anteil haben - wir sind schließlich ebenfalls ein TEIL Gottes. Ich sehe den Heiligen Geist durchaus auch als Gottes Willenskraft. Auch wenn wir andere Definitionen verwenden, und uns auch auf unterschiedliche Quellen berufen, so kommen wir letztendlich doch auf´s selbe hinaus.

Was ich in Frage stelle, ist folgende Aussage:
Die Erfahrungen und Erkenntnisse unserer Mitgeschwister stehen uns jederzeit zur Verfügung, so als hätten wir jene Erfahrungen selbst gemacht. Somit ist es nicht nötig, jegliche Erkenntnis selbst gewinnen zu müssen - sie ist durch das miteinander verwoben sein vorhanden.
Da frage ich mich, was noch zu tun ist, wenn wir letzten Endes in alles Einsicht nehmen und sich alle gleich sind, weil sich alle durchschauen und keiner mehr den andern ergänzen kann. Wie sieht dann das Leben aus, wenn keine Liebe mehr geübt werden kann, jegliche Betätigung überflüssig ist?
Wahrscheinlich nehme ich jetzt deine Aussage falsch auf, aber ich habe extra etwas überspitzt formuliert.

Oh Mann, nun wirds schwer :-). Die Liebe kann immer und ewig geübt werden - auch ohne die Dunkelheit. Und wir werden auch niemals aufhören, uns fort- und weiterzuentwickeln. Liebe ist selbst im reingeistigen Bereich unabdingbar - wir dienen einander in Liebe, und ein jeder hat eine andere Aufgabe zu erfüllen. Ferner ist das Reich Gottes so unendlich groß und die Schar seiner Kinder so unendlich groß, daß wir immer genügend "zu tun" haben :-). Das Geschenk der Freiheit wird uns, je höher wir steigen, in jedem Augenblick fordern, uns erneut zu entscheiden. Dies geht nur durch die Liebe und die Erkenntnis. Und durch die Freiheit des eigenen Willens (!) ist auch jederzeit ein erneuter "Fall" möglich, vielleicht in ganz andere Richtungen, welche wir uns nie und nimmer hier auf Erden vorstellen können. Des Vaters Barmherzigkeit und Liebe zu uns hat es - zu unserer Erleichterung - so eingerichtet, daß wir jedoch immer auf einmal gemachte Erfahrungen zurückgreifen können - ganz gleich, durch wen diese erfahren wurden. Dadurch wird deutlich, wie wir alle Teil ein und desselben sind. Voraussetzung ist natürlich, daß wir das Wesen des Einssein und der Liebe erkennen und uns frei und demütig immer wieder neu dafür entscheiden. Höchste Lichtkinder sind meiner Meinung nach bereits vielfältig und freiwillig auf "die Erde gestiegen", um uns Licht zu bringen. Damit diese im materiellen Leibe existieren können, "ummantelt" sich die Seele (Seele = ausgeschickte Empfindung unseres Selbstes) mit Schatten, mit Dunkelheit. Somit steht auch diesen Lichtboten nicht die volle Macht Gottes zur Verfügung, sondern sie selbst begeben sich in Gefahr zu straucheln, wie es wohl bereits auch häufig geschah.


Und: ist nicht der Kontakt mit den Mitgeschwistern der beste Kontakt, wenn er über den Vater geht, d.h. über Seinen Liebegeist, der ja auch - und doch "nur" - in Teil-Ausformungen im Mitmenschen zur Geltung kommt? Erleben wir uns nicht erst dann im höchsten Frieden und mit höchster Freude, wenn wir alles im Vater finden und im Bruder und der Schwester wiederfinden? - Wird dies gemeint mit dem Gebot: Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst ???

Letztendlich geht jegliches Empfinden und jeglicher Kontakt über den Vater, schließlich sind und bleiben wir Teil des ewigen Schöpfergeistes. Wir sind Teil seiner Gedanken, Teil seines Empfindens - und alles, was wir empfinden, empfindet auch der Vater und somit alle anderen seine Teile. Wir - Du und ich und viele andere sind hier, unsere Mitgeschwister auf dem Wege heim zum Vater mitzuziehen, so wie wir wohl auch von anderen mitgezogen werden - diese auf uns warten, bis wir bereit sind, wieder ein Stück Wegs zu gehen. "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" heißt für mich: Akzeptiere Deinen Nächsten mit all seinen Fehlern. Diese Fehler, diesen Weg, welchen er geht, hat er sich vielleicht freiwillig ausgesucht, um eine wichtige Lektion zu lernen. Liebe ihn dennoch, verurteile nicht und suche nicht nach Fehlern und Makeln. Reiche ihm dennoch die Hand und hilf ihm, so er bereit ist, sich helfen zu lassen. Stelle Dich unter ihn - sprich: übe Demut und prüfe Deine Gedanken, welche Du in Bezug auf Deinen Nächsten hast. Dies ist die schwerste Übung überhaupt, welche uns zu Teil wird. Und wir können noch so "heilig" sein - auf Erden wird es uns niemals zur Gänze gelingen, wahre Demut zu üben. Doch annähern können wir uns, so wir dies wirklich wollen, und dem anderen und der gesamten Schöpfung mit Freuden dienen. Dies können wir allein schon dadurch tun, indem wir z.B. vor dem Essen unsere Nachbarn segnen und ihnen Liebe-Schwingung zuteil werden lassen. Ausdehnen können wir diese Übung auf alles und jeden...


... so wie Du und ich und alle, die wir kennen, Gottes Kinder sind, so auch Satan. Alle Kinder müssen erwachsen werden, müssen alle möglichen Bereiche erforschen und austesten. Manche mehr, manche weniger.
Zwischen Satan und uns besteht wahrscheinlich ein wesentlicher Unterschied, so dass ich diesbezüglich im Moment nicht so wie du denke. Das Nachfolgende in deinen Überlegungen kann ich wieder bejahen. Vor allem dann, wenn wir uns bewusst sind, dass wir auch die Mission Jesu noch nicht voll begriffen haben und uns an einiges halten 'müssen' (im Glauben), was Er uns gelehrt und vorgelebt hat.
Einen Teil dieser Wahrheit drückst du vielleicht in diesen Worten aus:
Auch wenn wir die Schöpfungskräfte des Vaters in jeder Zelle von uns tragen, so sind wir doch nur Kinder, nur Lehrlinge, welche sich vervollkommnen (annähern). Der Meister ist und bleibt der Meister.

Mit der Aussage, Christus sei Wesensbestandteil des Vaters, Satan "nur" Gedanke, sprich Kind (das Erstgeborene) ziehe ich bereits eine Grenze, welche es uns einfacher macht, gegen das Böse anzugehen bzw. es durch Liebe zu wandeln. Jesus bzw. die Liebe ist die höchste Macht in der gesamten Schöpfung und auch darüber hinaus - durch die Gleichstellung Satans mit uns quasi auf eine Stufe ist es einfacher zu verstehen, daß die höhere Macht den Sieg davonträgt. Desweiteren erreiche ich durch die Gleichstellung mit uns, begreiflich zu machen, daß auch wir jederzeit in der Lage sind, gegen das Dunkle anzugehen und zu siegen (wobei ich das Wort siegen jetzt ganz und gar nicht mag - besser trifft es vielleicht "wandeln". Dunkel in Licht wandeln. Ich bestreite nicht, daß Satan durch Gott mit unvorstellbaren Gaben beschenkt wurde - Gleichnisse machen es uns allerdings bedeutend leichter, gewisse Sachverhalte nach unserem Verständnis aufzubereiten und begreiflich zu machen. Wir können uns der Wahrheit immer nur annähern. Und eines steht außer Frage: Auch Satan ist Gottes Sohn / Tochter. Höchst wahrscheinlich gar "der verlorene Sohn" schlechthin. Im Gleichnis vom verlorenen Sohn können wir erkennen, welche Liebe der Vater ausnahmslos allen seinen Kindern entgegenbringt.


Noch eine Frage zu Folgendem:
Die nächste Entwicklungsstufe wird wohl die Trennung zwischen Materie und Geist teilweise aufheben, so daß diese wieder eins sein können. Dies mag für uns heißen, daß wir im Vorfeld häufiger Einsichten aus uns "unbekannten" Gefilden haben, Gesichte etc., aber auch, daß wir in der Lage sein werden, Geisteskräfte auf Erden "bewußter" einzusetzen bzw. unserem Auftrag, an der Schöpfung mitzuwirken, durch die Öffnung des Herzens, durch das Erkennen des Einsseins als wichtigem Faktor in der Entwicklung.
Nur den ersten Satz finde ich fragwürdig: Wie geht das vor sich und was etwas genauer sind die Folgen, wenn sich Geist und Materie - teilweise, habe ich nun noch etwas deutlicher gelesen - aufheben? Hat nicht die Materie noch einen längeren Weg vor sich, um sich aufzulösen und rein geistig zu werden?

Wir gehen einer neuen Zeit entgegen, einer neuen Epoche. Im Prophezeiungsforum warten wir alle auf das Ende der Welt, in den anderen Foren überlegen wir, wie wir auf der in alle All-Himmelsrichtungen zerstreuten Erde überleben können. Daß die Erde einer Art "Reinigung" unterzogen wird - steht für mich außer Zweifel. Durchaus werden auch manche der prophezeiten schrecklichen Geschehnisse eintreffen. Das sogenannte "Jüngste Gericht", an welchem durchaus Jesus Christus persönlich in Erscheinung treten könnte, jedoch nicht unbedingt muß. Inwieweit die Bibel hier "sauber" bzw. subjektiv "gefärbt", getraue ich mir nicht zu, zu beurteilen. Die Entwicklung insgesamt ist für mein Ansinnen damit allerdings noch nicht beendet - auch mit der Erde und der Menschheit dürfte es danach durchaus noch weitergehen. Nachdem nun nichts plötzlich geschieht, wird diese Umwandlung geraume Zeit in Anspruch nehmen. Ja, wir sind bereits mitten drin im Geschehen. Wie sehr "weh" diese Umwandlung uns tut, liegt ausschließlich an uns selber. Ich schließe da keine der prophezeiten "Maßregelungen" aus. Und ob welche das Geschehen überleben werden, ohne den leiblichen Tod geschmeckt zu haben, möchte ich auch nicht beurteilen. Für möglich halte ich es durchaus, doch liegt dies nicht am Ermessen eines einzelnen Menschen, sondern wohl schon eher an der Einsicht einer größeren Masse. Wie auch immer, das Geschehen wird geraume Zeit in Anspruch nehmen - je länger es dauert und sich hinzieht, desto weniger schmerzhaft dürfte es insgesamt werden. Mehrere Generationen halte ich für die Umwandlung durchaus für angebracht. Schließlich muß auch die Erde selbst diese Umwandlung erleben und sich wandeln.

Daß wir bereits soweit sind, daß sich die Materie vollends auflöst, halte ich für höchst fragwürdig. Die nächste Stufe dürfte meines Erachtens eben jene sein, welche es uns ermöglicht, den Geist klarer zu erkennen, sprich die Trennung zwischen Geist und Materie teilweise aufzuheben. Wie mag sich dies äußern? Vielleicht, indem wir leichter in der Lage sein werden, beide Gehirnhälften zusammen arbeiten zu lassen - und nicht getrennt. Vielleicht, indem wir häufiger auf unser Herz hören werden statt auf den Verstand. Vielleicht, indem wir für die Sorgen und Belange anderer hellhöriger und zugänglicher werden. Vielleicht, indem wir größere Einsichten in die Zusammenhänge der Schöpfung erlangen. Vielleicht, indem wir, meinetwegen noch in Ruhephase, leichter in der Lage sein werden, die Raum-Zeit-Barriere zu durchbrechen und nicht nur bewußten Kontakt zu unserer Seele oder gar unserem Geist aufnehmen können, sondern vielleicht sogar Jesu in anderen Dimensionen helfen können - vielleicht sogar zeitgleich mit Tätigkeiten hier auf Erden. Epi, Du merkst mittlerweile auf jeden Fall, worauf ich hinaus will... diese Liste der möglichen Folgen einer Wandlung zur "nächsten Entwicklungsstufe" kannst Du selbst beliebig fortführen :-). Wäre schön, wenn ich an Deinen Ergebnissen Anteil haben dürfte.


Je weiter wir uns jetzt entwickeln, unseren Weg hin zum Licht gehen, desto gröber und häufiger werden die Stolpersteine, desto größer wird die Verantwortung, aber auch das Risiko, erneut zu fallen.
Meinst du? Kein Anlass zu grosser Freude....

Doch, unbedingt großer Anlaß zu großer Freude... Doch die Verantwortung wird größer, die Anfechtung wird größer... Vergleiche das Ganze einmal mit dem Aufstieg auf einen hohen Berg: Du beginnst am Fuße des Berges auf sanften Hügeln und Almen, später wird der Weg enger, steiler und beschwerlicher. Du mußt immer häufiger genau hinsehen, wo Du Deinen Fuß hinsetzt, um nicht zu straucheln...

Je größer das Wissen und die Einsichten, desto größer werden die Mankos, welche wir an uns selbst erkennen können, desto größer werden die Probleme, welchen wir uns gegenübersehen.

Die letzten Meter zum Gipfel sind die schwersten. Doch stehst Du dann oben auf dem Gipfel und läßt den Blick ringsherum schweifen, fühlst Du die große Freude und die Nähe des Vaters. Und dann, irgendwann, wirst Du einen neuen, noch höheren Gipfel erklimmen wollen, zur Freude Gottes.


Lieber Epi, ich danke Dir von Herzen für dieses Gespräch, hoffe sehr, daß es nicht so schnell abreißt, und bitte Dich, mir nicht böse zu sein, wenn ich einmal nicht sofort antworte oder die vielen anderen Threads von Dir nicht beachte. Wenn ich mich dazu durchringe, einen Thread zu öffnen, fühle ich mich dazu veranlaßt, mir darüber Gedanken zu machen. Und das mit meinem "Zeit- und Onlineproblem" ist Dir ja bekannt. Und gerade diese Thematik hier würde mich materiell "ruinieren", wenn ich mich gezielt darauf einlasse. Dies hier ist äußerst zeitintensiv - ist ja auch gut so, wäre schlimm, wenn man nur schreibt und sich über die Dinge keinerlei Gedanken machen würde.

Erkenntnisse und Einsichten zu sammeln, sich anzulesen und bei Gutfinden behalten, aber auch durch das Herz selbst empfangen (wie´s in letzter Zeit immer häufiger geschieht) ist eine Sache - schwer genug. Diese Erkenntnisse und Einsichten nun aber auch ins reale Leben mitzunehmen, umzusetzen und anzuwenden, muß mit gänzlich anderem Maße betrachtet werden. Die Widerstände beginnen da ja schon bei einem selbst und im allernächsten Umfeld - um wieviel schwerer wird es da, diese Liebe und Geduld in die weite Welt hinauszutragen?

Damit Du erkennst, wie dankbar ich Dir für Dein Forum und Deine Worte bin, möchte ich folgendermaßen schließen:
Ich bitte den Sohn, Dir den Weg, die direkte Quelle / Inspiration durch Dein Herz zu öffnen, zu erleichtern, und segne Dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

In tiefer Verbundenheit und Dankbarkeit
Tawa


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