Millionenschwere Erforschung des kindlichen Charakters


  Endzeitprophetie  

Geschrieben von Epidophekles am 03. April 2007 23:00:47:

Als Antwort auf: Netzwerk Kinderrechte Schweiz geschrieben von Epidophekles am 26. März 2007 14:14:21:

Was Kinder gesund erhält

Auszüge:

Die Basler Ethikkommission hat gestern grünes Licht gegeben für ein langfristig angelegtes Forschungsprojekt zur psychischen Entwicklung von Kindern. Das umstrittene Vorhaben ist mit einigen Einschränkungen versehen.

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Das Projekt «Sesam» – der Name steht für «Swiss Etiological Study of Adjustment and Mental Health» – geniesst denn auch die Unterstützung des Schweizerischem Nationalfonds, der an die voraussichtlichen Kosten von 22,7 Millionen Franken für eine erste, bis 2009 dauernde Phase 10,2 Millionen beiträgt.

Die fachliche Leitung liegt bei Jürgen Margraf, dem Leiter der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Basel, doch sind auch Wissenschafter in Genf, Lausanne, Bern und Zürich involviert. Teilprojekte untersuchen beispielsweise das Befinden der Mutter in der Schwangerschaft, die Bedeutung der Grosseltern, die Vorgänge im autonomen Nervensystem oder die Blinzelreaktionen des Babys.

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Der «Basler Appell gegen Gentechnologie» reichte eine Petition mit 12 000 Unterschriften ein und forderte, «Sesam» nicht zu bewilligen. Die «Sesam»-Leitung gab umgekehrt beim HSG-Professor Rainer J. Schweizer ein Gutachten in Auftrag. Schweizer kam zum Schluss, Forschung an nicht einwilligungsfähigen Kindern sei in diesem Fall zulässig.

Gestern (19. März 2007) nun hat die Ethikkommission Position bezogen. Mit 22 gegen eine Stimme und bei einer Enthaltung hat sie «Sesam» zugestimmt, aber sieben Auflagen formuliert. Nicht gestattet wird insbesondere bei Kindern die Gewebeentnahme zur Untersuchung des Erbguts. Damit müssen die Forscher warten, bis die mündig gewordenen Teilnehmer ihre Zustimmung gegeben haben.

Warum gerade der genetische Teil so restriktiv gehandhabt wird, begründet die Kommission damit, dass genetische Ähnlichkeiten zu Verwandten mit schweren Krankheiten zur Belastung werden können. Zwar wertet «Sesam» die Daten anonym aus. Aber Betroffene haben das Recht, ihre Daten einzusehen.

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«Generell müssen die Interessen des Individuums immer vor den Interessen der Studie kommen», sagte Kommissionspräsident Hans Kummer.

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