EU - das neue römische Reich
Endzeitprophetie
Geschrieben von Epidophekles am 24. März 2007 02:39:48:
Als Antwort auf: Europa feiert! geschrieben von Epidophekles am 19. März 2007 14:51:26:
Europa wird immer wichtiger
(Quelle: St.Galler Tagblatt)Kurze Zusammenfassung aus dem Interview mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso:
Durch die Unterzeichnung der römischen Verträge bildete sich ein neues Reich. Auf sich allein gestellt würden die Mitgliedstaaten nichts gegen den Klimawandel, den Terrorismus oder Pandemien unternehmen können. Mehr Europa bedeute, diese grossen globalen Fragen kohärent anzugehen.
Zu Besorgnis Anlass gibt die hohe Arbeitslosigkeit und verschiedene strukturelle Schwächen bestehen weiter. Die EU habe ihre institutionelle Reform noch nicht vollzogen. Die EU benötige effizientere Institutionen mit einer besseren demokratischen Legitimation. Der Verfassungsvertrag müsse so formuliert werden, dass die ambitiöse Zielsetzung Zustimmung findet. Der weit verbreitete Pessimismus sei ein Hindernis und erweise Europa keinen Dienst, darum müsse Vertrauen und Führungsstärke geschaffen werden. Es gäbe viele Argumente für pessimistische Analysen, doch es solle den EU-Bürgern vor allem aufgezeigt werden, was erreicht wurde und erreicht werden könne (Zweckoptimismus). Permanente Kommunikationsanstrengungen seien nötig.
Die Werte Freiheit und Solidarität würden Europa ausmachen. Ein gewisses Niveau an politischer Kohärenz aber sei nötig, um die wirtschaftliche Integration zu bewahren. "Europa ist ein Markt, aber auch ein politisches Projekt."
Auf den Einwand, dass die Solidarität abnähme und sich die Fälle von wirtschaftlichem Patriotismus häufen würden, antwortete Barroso:
"Aus wirtschaftlicher Sicht ist es dumm, sich gegen die Marktöffnung zu stellen. Wer dies tut, schadet sich selber. Ein Unternehmen sollte nicht nur an seinen nationalen Markt denken, sondern an den Markt der 500 Millionen ... Die EU muss alle ihre Möglichkeiten ausschöpfen, sonst gerät sie gegenüber den grossen Wachstumsmärkten ins Hintertreffen." Die nationalen Interessen könnten die Regierungschefs am besten über die europäische Integration verteidigen. "Es ist die tägliche pädagogische Aufgabe der Kommission, den Zusatznutzen der EU aufzuzeigen."Die EU würde kein Modell der fundamentalen Integration sein. Ein europäischer Bundesstaat sei nicht wünschenswert, doch solle vor dem Hintergrund der Globalisierung vertiefte politische Eiheit angestrebt werden. Die EU wolle an ihrem Modell genauso festhalten wie die Schweiz ihr System bewahren wolle. Dazu folgt ein Lob auf das sehr gute Schweizer Entscheidungssystem.
Die letzte Antwort auf die Frage, ob die Schweiz im Laufe der nächsten 50 jahre beitreten würde:
"Ich schätze die Schweiz sehr. Ich habe sechs Jahre in Genf gelebt, mein älterer Sohn wurde dort geboren. Es ist paradox: Wenn ein föderales Modell die europäische Integration inspiriert hat, dann ist es das Modell der Schweiz. Ich habe mit Denis de Rougemont gearbeitet, dem grossen europäischen Föderalisten. Aus verschiedenen Gründen hat die Schweiz als demokratischer Staat beschlossen, sich nicht am europäischen Entscheidungsprozess zu beteiligen. Wir respektieren diesen Entscheid. Als Freund der Schweiz sähe ich sie gerne in unserer Union. Es ist aber an den Schweizern zu entscheiden, was sie tun wollen. Es ist nicht an mir, ihnen zu sagen, was sie tun müssen."Im Vorfeld der Unterzeichnung der Römischen Verträge waren die Vertragsinhalte auf den Bilderberg-Konferenzen erarbeitet worden. Vorausgegangen waren Versuche, eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft zu gründen, was an der französischen Nationalversammlung scheiterte. Daraus wurde der Schluss gezogen, dass die europäische Integration auf wirtschaftlichem Gebiet zunächst leichter voranzutreiben sei.
Mein kurzer Kommentar:
Panikmachende Szenarien beschleunigen den Übergang in eine "Verteidigungs"-Gemeinschaft. Vieles, was uns verkauft wird, wird aus politischer Berechnung gemacht, um Macht zu gewinnen. Was der Globalismus eigentlich bezweckt, bleibt dunkel. Die allein wirtschaftliche Begründung dünkt mich gefährlich. Europa wird auch dafür zu klein sein ...
Epidophekles
«Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit
der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein
Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und
schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.»
Offenbarung des Hl. Johannes 12, 1 bis 2
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