Im Namen unseres Herrn Christus - Amen
Liebe Leute, wir brauchen Kraft und wir brauchen Mut!
Woher die Kraft nehmen, und wohin soll der Mut uns führen?
Allein mit Gottes Hilfe gelingt es uns, Seinen Willen zu erkennen und zu erfüllen.
Dieser Gott ist aber kein Fremder, Ferner, Er darf und will uns nahe sein.
Mit Gott soll alles beginnen, mit Ihm soll alles fortschreiten, Ihm soll unser Dank gelten.
Wir heutigen Menschen sollen doch erkennen, dass nur in Jesus Christus das Heil zu finden ist, wir sollen in rechter Vorstellung vor Ihm ein Gebet beginnen, wir sollen den Willen aufbringen, alle Ablenkungen durch weltliche Verstandesinhalte zurück zu drängen und die Liebe zu Gott aufbringen, zu Jesus Christus dem Vater und König, dem Heiland und Bruder unseres kargen Seins hier auf der Erde, um in die Andacht und ins Gebet zu finden. Wer das kann, dem ist innerliche Anrührung durch Seine Liebe gewiss, und dankbar fliessen die Gedanken zum Lobe des Herrn und zum Wohl der lieben Geschwister auf dem Erdenrund, hin bis zur allgemeinen Kreatur, zur Landschaft, zu Luft, Sonne und Wind.
Lieber Vater, liebe Geschwister, ich wollte Anregung zum Mut geben, Dir, Vater, mehr Raum geben. Ich wollte die gnadenvolle Klarheit meiner frühen Gedanken hinausrufen und Geschwister aufrufen, sich zu sammeln in Dir und neu zu schauen, hinzuschauen auf Deine Ordnung und auf den derzeitigen Zerfall und die blinde Hast und Lust der Menschen. Es ist traurig, dass wir zusehen müssen und mitgehen. Gibt es wirklich keinen anderen Weg?
Der Einzelne kann einen anderen Weg gehen. Er muss aber Kraft haben dazu, wenn aller Bestreben ringsum unbeachtet bleiben soll und der Weg mit Jesus in Seine wunderbare und heilsame Ordnung vorangehen soll. Nur der Einzelne soll zuerst zu Jesus finden, wir können das nicht von andern verlangen. Ich habe das auch getan, und ich bin dankbar, dass die Zeiten länger werden, wo ich die Gebetstiefe erreiche, in welcher es wie oben geschrieben geschieht, dass ich Liebe und Dankbarkeit, Kraft, Mut und Zuversicht empfinde, dass dieser Weg an Jesu Hand allein und in Seinem Geist das Vernünftigste und von dauerhaftester Wirkung ist.
Wer hört hin? Wer hat den Mut - nein, zuerst den Willen - mir gleich zu tun, oder noch besser gleich denen, die schon viel weiter waren, z.B. Ghandi oder Martin Luther King und andere? Im Unterschiede zu Ghandi jedoch dazu noch in bewusster Zuwendung und Übergabe an Jesus Christus und öffentliches Bekenntnis zu Ihm.
Soll ich nun politisch werden?
Soll ich aufrufen zum Widerstand gegen die allgemeinen Bestrebungen, das Heil in Satans Verführung und Bestimmung zu suchen? Wer von denen sieht denn die 'Talfahrt' so genau, dass ein ernstes Nachdenken einsetzt und die Erwägung Raum gewinnt, ob denn vielleicht doch der Weg der Schweiz und der Welt zum Tod durch Erstickung führt, wie beim Zauberlehrling, der sich überhob, unabhängig vom Meister sein zu wollen und Kräfte rief, denen er nicht mehr Herr werden konnte. Wie lange noch wird Gott in Güte und Langmut eingreifen und alles Verkehrte wieder in die rechte Ordnung bringen, wenn die Menschen das gar nicht mehr wollen?
Sollen wir nun hilflos und tatenlos zusehen und uns willenlos oder mutlos mitschleppen lassen - in den Untergang jeglicher menschlichen Vernunft und Glaubenskraft? Wollen wir nur um uns und um die eigenen Angehörigen bekümmert sein? Genügt es uns, wenn wir uns nur in einem Kreis aufhalten können, der mit den Lippen Jesus bekennt, in der Absicht, sich selbst in eine Ekstase zu bringen, die nicht IHM, sondern nur sich selbst lustvolles Vergnügen bereitet? Sollten wir nicht vielmehr zunächst allein bei uns selbst beginnen, die Verbindung zur Gottesliebe tief innig anzustreben, um so sicher zu werden, dass wir nicht irren? Dann werden wir aus Seiner Liebe heraus und durch Seine Gnade gefördert auch sicher den Weg finden durch die Welt, wissen, wann und wo Impulse gesetzt werden dürfen, wo Widerstand angebracht ist und wie es weiterzugehen hat.
Wir sollen darauf achten, dass wir erkennen, wie unser Verstand ständig Störungen verursacht, wie dadurch die innerlich lebendige Verbindung zum göttlichen Vater unterbrochen wird und so oft aus anfänglich gutem Antrieb wieder falsche Regungen und Wirkungen in Erscheinung treten.
Ich will es kurz machen.
Überlegt euch, liebe Eidgenossen, Schweizer und Schweizerinnen - Christgläubige! - ob es Sinn macht, kraftvoller zur Tat zu schreiten und dem Ideal göttlicher Lebenskraft nachzueifern? Ob dies uns glücklicher macht als nichts zu tun? Und beobachten wir mit Freude und Zufriedenheit, dass dazu noch Wirkung auf andere erzielt wird, die dann mit uns den seligmachenden Frieden und die wahre Freude in Gott, in Jesus Christus, dem Heiland und eigentlichen Fürst aller gesunden Schöpfung und jeglichen liebeflutenden Lebens, finden können.
Beginnen muss es bei uns, und zu allererst in uns, in unseren Gedanken und im Herzen. Wir sollen uns zuallererst mit Jesus einlassen, uns inniger und tiefer mit IHM verbinden. Wir sollen es wollen, ja WOLLEN! - und zur Tat schreiten, nicht nur immer warten und uns ängstigen oder ablenken lassen. Es gehört so vieles dazu, um uns in die heilsreiche Haltung hineinzubringen, einen starken Willen auf Gott zu, auf Jesus Christus hin, Der es uns erleichtert hat, zu Gott zu finden.
Wenn wir den inneren Halt recht gefunden, tief verankert und uns fest verbunden haben, schauen wir nach aussen und um uns, wo wir sklavisch und kraftlos mit der Mehrheit einem irren System des Untergangs dienen. Jetzt sollen wir beginnen, Widerstand entgegenzusetzen, indem wir nicht mehr in allem mitmachen, sondern mutig einen anderen Weg beschreiten auf Leben und Tod, welches uns aber an Jesu Hand sicher das Leben und nicht den Tod bringen wird.
Seid willig und mutig, bezeugt die Kraft, welche wir in Jesu Gnade finden! Er wird uns den Weg zeigen, uns führen und immer rechtzeitig das zutragen, das wir auch mit den klügsten und ansgestrengtesten Überlegungen nicht ins Werk setzen könnten! Nicht viel irdisches Vorausdenken und sich selbst einen Weg zu bahnen versuchen, sondern aufmerksam werden auf das, was Jesus fügt, spricht und heranträgt - mehr in der Gegenwart des Glaubens und der Liebe leben! Dies ist etwas, das unseren ganzen Willen erfordern wird und uns immer weniger Zeit für Sklavendienste lässt und auch keine Last mehr bedeutet, welche wir einer verelendeten Welt opfern müssten.
O, ich will rufen und fragen, ob ich verstanden werde!?
Möge Jesus das Seine dazutun und Herzen ansprechen, die verstehen, was ich meine, das ihnen auch klar sagt, dass meine Freude und Kraft allein in IHM ihren Ausgang hat!
Überlegt euch, ob ihr alle Überlegung nun zu IHM hintragen wollt und Euch IHM inniger verbinden wollt, auf dass ER in Euch ein neues Leben weckt, das durch Seine Gnade zu einem Segen für Euch und die ganze Umgebung werden kann!
Im Herzen bewegt und dankbar - im Bemühen, diesem Geisteswirken selbst vermehrt Aufmerksamkeit zu schenken und Nachdruck zu verleihen - in Jesu Namen
Alois E. Kälin, der Epidophekles