Re: Mach dir keine Bilder...


  Endzeitprophetie  

Geschrieben von Guerrero am 23. Juli 2006 17:17:15:

Als Antwort auf: Re: Mach dir keine Bilder... geschrieben von JC am 23. Juli 2006 15:07:32:

>>daß ihr euch nicht versündigt und euch irgendein Bildnis macht, das gleich sei einem Mann oder Weib
>Hallo Guerrero,
>ich möchte hier einmal behaupten, dass Du Dir Gott nur deshalb als eine Person vorstellen kannst, weil Du Bilder gesehen hast, die Gott als einen alten Mann mit langem Bart und weißen Haaren darstellen. Mit anderen Worten, weil Du bereits durch diese "verbotenen Bilder" indoktriniert bist.

Du kannst das behaupten.
Mit der Wahrheit hat dies jedoch nichts zu tun.
Ich mache mir kein Bild (im Sinn des Wortes) von Gott.

>>Wie soll man aber jemanden oder etwas lieben das man sich nicht vorstellen kann?
>Sich Gott vorzustellen ist unmöglich. Im Ersten Gebot wird dies sogar verboten: "Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist" (2.Mose 20,4).


In Gleichnissen sprechen heisst doch auch in Bildern sprechen.
Gleichniss ist also bei diesem Thema mit
Bild gleichzusetzen.

Wie soll man einen unvorstellbaren Gott lieben? Einer der Wege involviert die Verletzung des ersten Gebotes in der Überzeugung, die Forderung, sich kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis zu machen, gelte nur für heidnische Götzenbilder, nicht jedoch für christliche Gottesvorstellungen.
>> Es heisst Bilder und nicht Vorstellungen.
>Interessant finde ich, dass Du in Deinem Beitrag so sehr auf Bilder abstellst und das Thema Gleichnisse übersiehst. Findest Du Trost in einer anderen Textversion? Vergleiche bitte die unrevidierte Luther-Übersetzung von 1545 zum Ersten Gebot (2.Mose 20,4). Ein weiteres interessantes Zitat stammt von Meister Eckhart (ca. 1260-1327/28), Predigten - Vom Schweigen: "Darum ist der Seele kein Ding so unbekannt, wie sie sich selbst. Es sagt ein Meister, die Seele könne von sich kein Bild schöpfen oder abziehen. Darum kann sie sich selbst ganz und gar nicht kennen lernen. Denn Bilder kommen alle durch die Sinne herein: daher kann sie kein Bild von sich selbst haben. Daher kennt sie alle andern Dinge, nur sich selber nicht. Von keinem Ding weis sie so wenig, wie von sich selbst, um des Mittels willen. Und das müsset ihr auch wissen, dass sie inne frei ist, und ohne alle Mittel und Bilder auskommt, und das ist auch die Ursache, dass sich Gott frei mit ihr vereinigen kann ohne Bilder oder Gleichnisse."
>Weiter zum Thema: "Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? Er antwortete und sprach: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst" (5.Mose 6,5; 3.Mose 19,18). Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben." (Lukas 10,25-28; vergleiche auch Matthäus 22,35-40; Markus 12,28-34).
>Der richtige Weg, Gott zu lieben, besteht m.E. darin, dass man die Liebe zu Gott als Verbundenheit mit Gottes Schöpfung, als Dankbarkeit und als Nächstenliebe versteht und lebt. Muss es nicht geradezu seltsam anmuten, wenn der Mensch, der sich ein Gottesbild gemacht hat, auch noch versucht, durch sein eigenes Verhalten Gottes Verhalten zu beeinflussen? Der sich fragt, ob Gott ihn lieben wird, wenn er Gott nur genügend liebt. Der darüber nachdenkt, ob es zur Besänftigung Gottes Zorns eigener Opfer bedürfe oder ob dies alles durch das Opfer Jesu Christi abgegolten sei. Ist Gott denn ein Erfüllungsgehilfe des Menschen? Dies sei ferne! Die Verbundenheit mit Gottes Schöpfung und die Nächstenliebe bedeuten vielmehr Respekt vor/zu allem, was ist.
>Zum Vater/Sohn-Thema nur so viel in Kürze: Das Konzept erinnert an die Dreiteilung des Selbstes nach dem Huna-Schamanismus bzw. der Psychoanalyse nach S. Freud und C.G. Jung bzw. der Transaktionsanalyse. Wer will schon als Sohn Jahwes gelten? Welcher spirituelle Führer mit Verantwortungsbewusstsein (!) wird sagen "...nur durch mich..."?
>Liebe Grüße
>JC


>"Himmel und Erde werden vergehen...." Jedenfalls existiert die Erde noch.


Diese Aussage wird doch sicher einmal eintreten?
Oder nicht?
Und die Worte Jesu werden nie vergehen,
denn sie bleiben im mir und anderen.
Wir sind doch alle unsterblich dem Geiste nach.
Oder bist du da anderer Meinung.

Wer will schon als Sohn Jahwes gelten? Welcher spirituelle Führer mit Verantwortungsbewusstsein (!) wird sagen "...nur durch mich..."?

Gut dass du dies klar aussprichst.
Du lehnst die wichtigsten Aussagen
der Bibel ab.

Jesus war mehr als
ein spiritueller Führer.
Unser Gott Schöpfer und Vater
incarnierte in dem Menschensohn Jesus.
Deshalb konnte Er sagen,
Ich und der Vater sind Eins.


Saludo
Guerrero





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