Re: Des Himmelreichs Schlüssel...
• Laudate Dominum - Lobpreis dem Herrn!
Geschrieben von Epidophekles am 23. Mai 2004 11:25:49:
Als Antwort auf: Re: Des Himmelreichs Schlüssel... geschrieben von Tawa am 23. Mai 2004 07:23:41:
Lieber Tawa,
zunächst hast du mich geradezu wie gelähmt - und ich wollte dir nur schreiben, dass ich zur Verarbeitung und für eine Antwort etwas länger brauche.
Dann habe ich mich nochmals gefasst, zusammengerissen und konzentriert und Gedanke für Gedanke von dir aufgenommen.Nun will ich ja nicht deine tiefen Erkenntnisse wiederholen, auch wenn ich sie wesentlich und für jeden nachdenkenswert halte, sondern das ansprechen, was ich nicht ganz nachvollziehen kann.
Was du als Teil-Eigenschaft Gottes bezeichnet hast (den Heiligen Geist), würde ich nun einfach als vollwertige Eigenschaft Gottes bezeichnen, vielleicht aber nicht einmal als 'Eigenschaft', sondern als einen Teil-Bereich seines Wesens. Über die Dreieinigkeit werde ich nun einen Link zu einer Dudde-Kundgabe setzen. Du musst das ja nicht lesen, aber ich sehe darin eine Antwort, wie ich sie einfach nicht besser geben könnte. Dort wird der Heilige Geist als die Willenskraft Gottes dargestellt.
Was ich in Frage stelle, ist folgende Aussage:
Die Erfahrungen und Erkenntnisse unserer Mitgeschwister stehen uns jederzeit zur Verfügung, so als hätten wir jene Erfahrungen selbst gemacht. Somit ist es nicht nötig, jegliche Erkenntnis selbst gewinnen zu müssen - sie ist durch das miteinander verwoben sein vorhanden.
Da frage ich mich, was noch zu tun ist, wenn wir letzten Endes in alles Einsicht nehmen und sich alle gleich sind, weil sich alle durchschauen und keiner mehr den andern ergänzen kann. Wie sieht dann das Leben aus, wenn keine Liebe mehr geübt werden kann, jegliche Betätigung überflüssig ist?
Wahrscheinlich nehme ich jetzt deine Aussage falsch auf, aber ich habe extra etwas überspitzt formuliert.
Und: ist nicht der Kontakt mit den Mitgeschwistern der beste Kontakt, wenn er über den Vater geht, d.h. über Seinen Liebegeist, der ja auch - und doch "nur" - in Teil-Ausformungen im Mitmenschen zur Geltung kommt? Erleben wir uns nicht erst dann im höchsten Frieden und mit höchster Freude, wenn wir alles im Vater finden und im Bruder und der Schwester wiederfinden? - Wird dies gemeint mit dem Gebot: Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst ???
... so wie Du und ich und alle, die wir kennen, Gottes Kinder sind, so auch Satan. Alle Kinder müssen erwachsen werden, müssen alle möglichen Bereiche erforschen und austesten. Manche mehr, manche weniger.
Zwischen Satan und uns besteht wahrscheinlich ein wesentlicher Unterschied, so dass ich diesbezüglich im Moment nicht so wie du denke. Das Nachfolgende in deinen Überlegungen kann ich wieder bejahen. Vor allem dann, wenn wir uns bewusst sind, dass wir auch die Mission Jesu noch nicht voll begriffen haben und uns an einiges halten 'müssen' (im Glauben), was Er uns gelehrt und vorgelebt hat.
Einen Teil dieser Wahrheit drückst du vielleicht in diesen Worten aus:
Auch wenn wir die Schöpfungskräfte des Vaters in jeder Zelle von uns tragen, so sind wir doch nur Kinder, nur Lehrlinge, welche sich vervollkommnen (annähern). Der Meister ist und bleibt der Meister.
Noch eine Frage zu Folgendem:
Die nächste Entwicklungsstufe wird wohl die Trennung zwischen Materie und Geist teilweise aufheben, so daß diese wieder eins sein können. Dies mag für uns heißen, daß wir im Vorfeld häufiger Einsichten aus uns "unbekannten" Gefilden haben, Gesichte etc., aber auch, daß wir in der Lage sein werden, Geisteskräfte auf Erden "bewußter" einzusetzen bzw. unserem Auftrag, an der Schöpfung mitzuwirken, durch die Öffnung des Herzens, durch das Erkennen des Einsseins als wichtigem Faktor in der Entwicklung.
Nur den ersten Satz finde ich fragwürdig: Wie geht das vor sich und was etwas genauer sind die Folgen, wenn sich Geist und Materie - teilweise, habe ich nun noch etwas deutlicher gelesen - aufheben? Hat nicht die Materie noch einen längeren Weg vor sich, um sich aufzulösen und rein geistig zu werden?
Arbeiten wir weiter an uns, setzen das um, was wir bereits als Wahrheit erkannt haben, und legen alles andere beiseite. Prüfen wir uns immer wieder, denken wir mit dem Herzen statt mit dem Verstande und bitten wir darum, uns ein wenig Hilfestellung zukommen zu lassen - alles aus freiem Willen heraus: Mehr können wir nicht tun, und mehr brauchen wir nicht zu tun.
Das habe ich nun doch noch stehen lassen wollen :-) !
>Je weiter wir uns jetzt entwickeln, unseren Weg hin zum Licht gehen, desto gröber und häufiger werden die Stolpersteine, desto größer wird die Verantwortung, aber auch das Risiko, erneut zu fallen.
Meinst du? Kein Anlass zu grosser Freude....
Lernen wir, im Hier und Jetzt zu leben, nicht in Vergangenheit und nicht in Zukunft, sondern einzig im Augenblick. Lernen wir ebenso, uns in jedem Punkt als Eins mit jeglicher Schöpfung zu fühlen - uns in Steine und Pflanzen und Tiere und unsere Mitgeschwister zu versetzen, so haben wir ein gutes Stück Weg vollbracht.
Achtsamkeit? - Ja, das ist ein grosses 'Ding'! Das möchte ich, das versuche ich, das tut mir wohl!
Auch das, was du weiter geschrieben hast, finde ich super!Herzliche Grüsse
Epidophekles
- Re: Des Himmelreichs Schlüssel... Sylvie 23.5.2004 21:33 (0)
- Re: Des Himmelreichs Schlüssel... Tawa 23.5.2004 21:23 (3)
- Tawa's Text übersichtlicher dargestellt Epidophekles 24.5.2004 10:00 (2)
- Re: Tawa's Text übersichtlicher dargestellt Tawa 24.5.2004 10:12 (1)
- Wie der Text übersichtlicher wird Epidophekles 24.5.2004 15:08 (0)
• Laudate Dominum - Lobpreis dem Herrn!