Syrische Baruchapokalypse - Auszüge


  Endzeitprophetie  

Geschrieben von Epi/Baruch am 14. Mai 2006 07:15:

Wir alle gleichen einem Hauche. Denn wie der Hauch ohne sein eigenes Zutun aufsteigt und wieder erstirbt, so ist's auch mit der Natur der Menschenkinder; nicht mit ihrem Willen gehen sie dahin, und was ihnen am Ende zuteil wird, wissen sie nicht.

Die Gerechten erwarten gern das Ende, und furchtlos gehen sie aus diesem Leben. Weil sie bei Dir, Herr, einen Schatz von Werken haben, der in den Vorratskammern aufbewahrt wird, darum verlassen sie auch furchtlos diese Welt, und voll freudiger Zuversicht harren sie darauf, daß sie die Welt empfangen, die Du ihnen verheißen hast.

Uns aber - wehe uns, die wir sowohl jetzt Schimpf erleiden als auch in jener Zeit Unheil zu erwarten haben!

Du aber, du weißt genau, was du aus deinen Knechten gemacht hast; denn wir sind nicht imstande, das, was gut ist, ebenso wie du, unser Schöpfer, einzusehen.

...


Da antwortete der Herr und sprach zu mir:

"Mit Recht hast du dich über das Dahingehen der Menschen gewundert, aber nicht hast du richtig geurteilt über die Unglücksfälle, welche die betreffen, die sündigen, und sofern du gesagt hast: Niemand hat dein Gericht erkannt.' - Darum so höre, und ich will es dir sagen; und merke auf mich, und ich will dich meine Worte hören lassen!

Der Mensch würde mein Gericht nicht richtig erkennen, wenn er nicht das Gesetz empfangen hätte und wenn ich ihn nicht einsichtigerweise unterrichtet hätte! Jetzt aber, weil er es wissentlich übertreten hat, darum soll er auch wissentlich Pein erleiden. Und sofern du von den Gerechten gesagt hast, daß um ihretwillen diese Welt gekommen sei, so wird auch wiederum die zukünftige um ihretwillen kommen. Denn diese Welt ist für sie Mühe und Arbeit bei vieler Anstrengung, und so ist jene zukünftige eine Siegeskrone in großer Herrlichkeit."





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