Re: Des Himmelreichs Schlüssel...
• Laudate Dominum - Lobpreis dem Herrn!
Geschrieben von Tawa am 23. Mai 2004 07:23:41:
Als Antwort auf: Re: Des Himmelreichs Schlüssel... geschrieben von Epidophekles am 23. Mai 2004 04:33:25:
Hallo Epi :-)!
>Es geht da noch um die Frage, ob wir alles ausprobieren müssen,
>um Licht und Dunkelheit erkennen zu können und zum Licht zurück zu finden.
>Alles Falsche und Dunkle kennen zu lernen, ist uns doch nicht möglich, oder doch?Nein, nicht jeder muß alles ausprobieren. Doch jede Bewußtheit hat andere "Ambitionen", so daß bei einigen der Forscherdrang - der Wunsch, die tiefsten Nächte zu erforschen - größer als bei anderen ist. Diese sind quasi nicht "zufriedengestellt", wenn sie ihre Freiheit nicht vollends auskosten können.
Wir sind Söhne/Töchter des Vaters in Ewigkeit - und seit Ewigkeiten durchwandern wir bereits Licht und Dunkel. Wir haben Äonen an Jahren Zeit (nach irdischen Maßstäben - in der Reingeistigkeit gibt es keinen Raum und Zeit, womit die Zeitfrage unerheblich wird).
Desweiteren sind wir alle und mit allem eins. Öffnen wir (Menschen) uns, so könnten wir einen Einblick in das Wissen unserer Seele oder weiters gar unseres Geistes erhaschen: Die Erfahrungen und Erkenntnisse unserer Mitgeschwister stehen uns jederzeit zur Verfügung, so als hätten wir jene Erfahrungen selbst gemacht. Somit ist es nicht nötig, jegliche Erkenntnis selbst gewinnen zu müssen - sie ist durch das miteinander verwoben sein vorhanden.
Doch, es ist möglich, alles Falsche und Dunkle kennenzulernen, und wir haben die Talsohle wohl schon lange durchschritten. Wäre unsere Seele nicht abgeschirmt (angepaßt) an die Materie, so würden wir wohl erschrecken, welche Erfahrungen wir bereits machten. Unsere menschliche "Bewußtheit" könnte dies gar nicht fassen, so schrecklich und weitreichend mag dies sein. Wir haben bereits ALLE den Heimweg angetreten.
Wobei ich anmerken möchte, daß diese Spirale damit nicht zu Ende ist - auch wenn wir unseren Willen unter den des Vaters in Demut und Liebe stellen, bleibt unsere Bewußt- und Eigenwilligkeit durch das Geschenk der Freiheit voll erhalten. In jedem Augenblick müssen wir uns neu frei für den Vater entscheiden. Zu unserer Freiheit schenkte uns der Vater seine "Kraft", so daß wir in unseren eigenen Schöpfungsakten uns immer wieder selbst neu prüfen und alle Möglichkeiten erforschen. Nur jene Bereiche lassen sich von uns hier in keinster Weise mehr fassen.
>Ich habe da noch etwas, das ich nicht ganz verstehe oder anders schreiben würde;
>eine Kleinigkeit zu den grossen Wahrheiten, die du aussprichst.
>Z.B. dass der Heilige Geist 'nur' eine Teil-Eigenschaft Gottes sei.
>Oder das Wesen Satans. Der Unterschied zu Jesus.
>Das ist zwar eine 'Kleinigkeit' im Vergleich zur grossen erkannten Wahrheit,
>aber es zu klären würde uns wohl überfordern.Wie willst Du etwas beschreiben, was sich mit unseren Begriffen nicht beschreiben läßt? Wir können uns immer nur annähern an die Wahrheit - Erklärungen / Gleichnisse können immer nur unserem augenblicklich faßbaren Wesen angepaßt sein. Mit dem Verstand läßt sich dies in keinster Weise fassen, nur mit dem Herzen sind wir in der Lage, die Wahrheit zu begreifen. Doch dies in irdischen Verhältnissen mit dem Verstand zu erklären, ist schier unmöglich.
Unser Schöpfer hat "Eigenschaften" wie z.B. die Liebe, die Barmherzigkeit, das "Allwissen" (Heiliger Geist), Geduld, und was weiß ich, was noch alles. In diesem Zusammenhang meinte ich "TEIL-EIGENSCHAFT". Jesus Christus als Liebe-Eigenschaft, den Heiligen Geist als allgegenwärtige Eigenschaft umschrieben, macht es einfacher, die "Dreieinigkeit" zu verstehen (Annäherung an die Wahrheit, nicht vollends Erfassung).
Im Gegensatz dazu sehe ich die (oder einige oder wie auch immer) Gedanken Gottes als seine Kinder an, nicht als Eigenschaft. Und so wie Du und ich und alle, die wir kennen, Gottes Kinder sind, so auch Satan. Alle Kinder müssen erwachsen werden, müssen alle möglichen Bereiche erforschen und austesten. Manche mehr, manche weniger.
Durch diese Sicht, diese Unterscheidung zwischen "Eigenschaft" Gottes (z.B. Jesu) und "Gedanke/Kind" Gottes (z.B. Satan) ist es eher möglich, zu verstehen, daß a) jeder ausnahmslos zum Vater zurückfindet und b), daß die Liebe (quasi "gut" über "böse") siegreich sein muß. Auch wenn wir die Schöpfungskräfte des Vaters in jeder Zelle von uns tragen, so sind wir doch nur Kinder, nur Lehrlinge, welche sich vervollkommnen (annähern). Der Meister ist und bleibt der Meister (blöd ausgedrückt).
>Es fragt sich, wie wir in der Kürze der Zeit, die uns noch zum Lernen bleibt, das Herz des Vaters ergreifen, so dass wir von dort aus jederzeit angemessen reagieren können, d.h. wahrhaft leben, ohne zu sehr die Bremse des Verstandes zu betätigen.Nein, wir haben alle Zeit der Schöpfung. Was sich wohl dem Ende nähert, ist ein Teil der materiellen Schöpfung, der Trennung. Alles, was wir trennen, wird und muß auf unserem Entwicklungswege wieder zusammengeführt werden. So auch Herz und Verstand, Materie und Geist. Es zeichnet sich ja bereits ab, daß wir manche Dinge anders empfinden, teils gar empfindsamer in manchen Bereichen geworden sind. Die nächste Entwicklungsstufe wird wohl die Trennung zwischen Materie und Geist teilweise aufheben, so daß diese wieder eins sein können. Dies mag für uns heißen, daß wir im Vorfeld häufiger Einsichten aus uns "unbekannten" Gefilden haben, Gesichte etc., aber auch, daß wir in der Lage sein werden, Geisteskräfte auf Erden "bewußter" einzusetzen bzw. unserem Auftrag, an der Schöpfung mitzuwirken, durch die Öffnung des Herzens, durch das Erkennen des Einsseins als wichtigem Faktor in der Entwicklung.
Arbeiten wir weiter an uns, setzen das um, was wir bereits als Wahrheit erkannt haben, und legen alles andere beiseite. Prüfen wir uns immer wieder, denken wir mit dem Herzen statt mit dem Verstande und bitten wir darum, uns ein wenig Hilfestellung zukommen zu lassen - alles aus freiem Willen heraus: Mehr können wir nicht tun, und mehr brauchen wir nicht zu tun.
Je weiter wir uns jetzt entwickeln, unseren Weg hin zum Licht gehen, desto gröber und häufiger werden die Stolpersteine, desto größer wird die Verantwortung, aber auch das Risiko, erneut zu fallen. Lernen wir, im Hier und Jetzt zu leben, nicht in Vergangenheit und nicht in Zukunft, sondern einzig im Augenblick. Lernen wir ebenso, uns in jedem Punkt als Eins mit jeglicher Schöpfung zu fühlen - uns in Steine und Pflanzen und Tiere und unsere Mitgeschwister zu versetzen, so haben wir ein gutes Stück Weg vollbracht.
Nicht alles "Negative" können wir hier auf Erden von uns abstreifen - dies mag die Materie, die niedere Schwingung, nicht ermöglichen, da der leibliche Körper sonst keinerlei Bestand mehr hat. Haben wir Vertrauen, ohne jegliche Angst oder Zweifel, nehmen wir unsere häufigeren und intensiveren Träume als Anlaß, mit der Vergangenheit, mit unseren Vorleben, unseren Ängsten, etc. abzuschließen. Lösen wir alles, was wir gebunden haben. So werden wir bald wieder eins mit dem Vater sein.
In Liebe
Tawa
>Wir müssen hier nicht alles bis auf die Knochen durchforschen. Wenn dann mal eine Verletzung derart gross ist, dass der Knochen ungewollt hervortritt, können wir das dann anschauen. Aber vorerst leben wir mit dem, was möglich ist, mit dem, was nahe liegt, vielleicht finden wir da unseren Teil von Gottes Gnade, die uns selig macht.
>Liebe Grüsse
>von Epidophekles
- Re: Des Himmelreichs Schlüssel... Epidophekles 23.5.2004 11:25 (5)
- Re: Des Himmelreichs Schlüssel... Sylvie 23.5.2004 21:33 (0)
- Re: Des Himmelreichs Schlüssel... Tawa 23.5.2004 21:23 (3)
- Tawa's Text übersichtlicher dargestellt Epidophekles 24.5.2004 10:00 (2)
- Re: Tawa's Text übersichtlicher dargestellt Tawa 24.5.2004 10:12 (1)
- Wie der Text übersichtlicher wird Epidophekles 24.5.2004 15:08 (0)
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