Jeremia - Auszüge Kap. 1-10 Götzendienst


Endzeitprophetie

Geschrieben von Jeremia am 01. August 2004 18:34:32:

Auszüge aus dem Buch Jeremias


2:4 Hört das Wort des Herrn!
2:5 So spricht der Herr:

Was fanden eure Väter Unrechtes an mir, daß sie sich von mir entfernten, nichtigen Göttern nachliefen und so selber zunichte wurden?
2:13 Mich hat es verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, um sich Zisternen zu graben, Zisternen mit Rissen, die das Wasser nicht halten.

2:19 Dein böses Tun straft dich, deine Abtrünnigkeit klagt dich an. So erkenne doch und sieh ein, wie schlimm und bitter es ist, den Herrn, deinen Gott, zu verlassen und keine Furcht vor mir zu haben - Spruch Gottes, des Herrn der Heere.

2:20 Von jeher hast du dein Joch zerbrochen, deine Stricke zerrissen und gesagt: Ich will nicht dienen. Auf jedem hohen Hügel und unter jedem üppigen Baum hast du dich als Dirne hingestreckt.

2:23 Wie kannst du sagen: Ich bin nicht unrein geworden, den Baalen bin ich nicht nachgelaufen?
Schau auf dein Treiben im Tal, erkenne, was du verübt hast. Eine schnelle Kamelstute bist du, die kreuz und quer ihre Wege rennt, eine wilde Eselin, die an die Wüste gewöhnt ist. In ihrer Brunst schnappt sie nach Luft. Wer vermag ihre Gier zu hemmen? Jeder, der sie begehrt, findet sie ohne Mühe zur Zeit ihrer Brunst.

2:25 Gib acht, daß du dir den Fuß nicht wund läufst und daß deine Kehle nicht durstig wird.
Du aber sagst: Nein, laß mich! Denn ich bin verliebt in die Fremden und will ihnen nachlaufen.

2:27 Sie sagen ja zum Holz: «Du bist mein Vater», und zum Stein: «Du hast mich geboren». Sie kehren mir den Rücken zu und nicht das Gesicht; sind sie aber in Not, dann rufen sie: Erheb dich, und hilf uns!


2:31 Ihr nun,
das gegenwärtige Geschlecht,
schaut auf das Wort des Herrn!
Bin ich denn für Israel eine Wüste geworden
oder ein finsteres Land?

Warum sagt mein Volk:
Wir wollen frei umherschweifen, wir kommen nicht mehr zu dir?


2:36 Wie kannst du nur so leicht bereit sein, deinen Weg zu wechseln! Auch von Ägypten wirst du enttäuscht, wie du von Assur enttäuscht worden bist.
2:37 Auch von dort wirst du wegziehen, die Hände über dem Kopf. Denn der Herr verwirft alle, denen du vertraust; du hast mit ihnen kein Glück.

3:1 Wenn ein Mann seine Frau entläßt und wenn sie von ihm weggeht und die Frau eines andern wird, wendet er sich dann ihr wieder zu?
3:5 Wird er denn ewig zürnen oder immerfort nachtragen? Ja, so sagtest du und tatest Böses, so viel du konntest.


3:12 Geh hin, ruf diese Worte gegen Norden, und sprich:
Kehr zurück, Israel, du Abtrünnige - Spruch des Herrn!
Ich schaue dich nicht mehr zornig an; denn ich bin gütig - Spruch des Herrn -,
ich trage nicht ewig nach.

3:13 Doch erkenne deine Schuld:
Dem Herrn, deinem Gott, hast du die Treue gebrochen,
überallhin bist du zu den fremden Göttern gelaufen
[unter jeden üppigen Baum],
auf meine Stimme aber hast du nicht gehört
- Spruch des Herrn.

3:14 Kehrt um, ihr abtrünnigen Söhne - Spruch des Herrn; denn ich bin euer Gebieter. Ich hole euch, einen aus jeder Stadt und zwei aus jeder Sippe, und bringe euch nach Zion.
3:15 Ich gebe euch Hirten nach meinem Herzen; mit Einsicht und Klugheit werden sie euch weiden.
3:22 Kehrt um, ihr abtrünnigen Söhne, ich will eure Abtrünnigkeit heilen.
4:1 Wenn du umkehren willst, Israel - Spruch des Herrn -, darfst du zu mir zurückkehren; wenn du deine Greuel entfernst, brauchst du vor mir nicht zu fliehen.


4:4 Beschneidet euch für den Herrn, und entfernt die Vorhaut eures Herzens, ihr Leute von Juda und ihr Einwohner Jerusalems! Sonst bricht mein Zorn wie Feuer los wegen eurer bösen Taten; er brennt, und niemand kann löschen.
4:5 Meldet es in Juda, verkündet es in Jerusalem, stoßt überall im Land in die Trompete, ruft aus voller Kehle und sagt: Sammelt euch! Hinein in die befestigten Städte!
4:6 Stellt Wegzeichen auf: Nach Zion!
Flüchtet, bleibt nicht stehen!
Denn Unheil bringe ich von Norden und großes Verderben.


4:9 An jenem Tag wird es geschehen - Spruch des Herrn: Vergehen wird der Mut des Königs und der Mut der Machthaber. Die Priester werden starr sein vor Schrecken, die Propheten werden sich entsetzen.
4:12 Ein Wind, der viel heftiger ist, kommt auf meinen Befehl. Jetzt spreche ich selbst das Urteil über sie.
4:13 Seht, wie Wettergewölk zieht er herauf, seine Wagen gleichen dem Sturm, seine Rosse sind schneller als Adler. Weh uns, wir sind verloren!

4:18 Dein Verhalten und Tun haben dir das eingebracht. Deine bösen Taten sind schuld, daß es so bitter steht, daß es dich bis ins Herz trifft.


4:22 Ach, töricht ist mein Volk;
mich kennen sie nicht.
Sie sind unverständige Kinder,
ja, sie sind ohne Einsicht.
Sie wissen, wie man Böses tut,
aber Gutes zu tun verstehen sie nicht.


4:23 Ich schaute die Erde an: Sie war wüst und wirr. Ich schaute zum Himmel: Er war ohne sein Licht.

4:24 Ich schaute die Berge an: Sie wankten, und alle Hügel bebten.

4:25 Ich schaute hin: Kein Mensch war da, auch alle Vögel des Himmels waren verschwunden.

4:26 Ich schaute hin: Das Gartenland war Wüste, und all seine Städte waren zerstört, zerstört durch den Herrn, durch seinen glühenden Zorn.


4:27 Ja, so spricht der Herr: Das ganze Land soll zur Öde werden; doch völlig vernichten will ich es nicht.
4:28 Mag darüber die Erde vertrocknen und der Himmel droben sich verfinstern: Fürwahr, ich habe gesprochen, und es reut mich nicht; ich habe meinen Plan gefaßt und nehme ihn nicht zurück.



5:14 Darum - so spricht der Herr, der Gott der Heere: Weil man solche Reden führt, seht, darum mache ich meine Worte in deinem Mund zu Feuersglut und dieses Volk da zum Brennholz, das von ihr verzehrt wird.

5:15 Seht, ich lasse über euch herfallen, Haus Israel, ein Volk aus der Ferne - Spruch des Herrn. Ein unüberwindliches Volk ist es, ein uraltes Volk, ein Volk, dessen Sprache du nicht kennst und dessen Rede du nicht verstehst.
5:16 Sein Köcher ist wie ein offenes Grab, sie alle sind Helden.
5:19 Wenn man dann fragt: Weshalb hat der Herr, unser Gott, uns das alles angetan?, so sag zu ihnen: Wie ihr mich verlassen und fremden Göttern in eurem Land gedient habt, so müßt ihr Fremden dienen in einem Land, das euch nicht gehört.

5:21 Hör das, du törichtes Volk ohne Verstand:
Augen haben sie und sehen nicht; Ohren haben sie und hören nicht.
5:22 Fürchtet ihr mich denn nicht - Spruch des Herrn -, zittert ihr nicht vor meinem Angesicht? Ich bin es, der dem Meer die Düne als Grenze gesetzt hat, als ewige Schranke, die es nicht überschreiten darf. Mag es auch toben, es richtet nichts aus; mögen seine Wogen auch tosen, sie können die Schranke nicht überschreiten.
5:23 Dieses Volk aber hat ein störrisches, trotziges Herz. Sie wichen vom Weg ab und gingen davon.
5:24 Sie sagten nicht bei sich selbst: Laßt uns den Herrn fürchten, unseren Gott, der Regen spendet im Herbst und im Frühjahr zur rechten Zeit, der uns die feste Ordnung der Erntewochen bewahrt.

5:25 Eure Frevel haben diese Ordnung gestört, eure Sünden haben euch den Regen vorenthalten.


5:26 Ja, Frevler gibt es in meinem Volk; sie lauern, gebückt wie Vogelsteller, Fallen stellen sie auf, Menschen wollen sie fangen.
5:27 Wie ein Korb mit Vögeln gefüllt ist, so sind ihre Häuser voll Betrug; dadurch sind sie mächtig und reich geworden, fett und feist. Auch sündigen sie durch ruchloses Tun. Das Recht pflegen sie nicht, das Recht der Waisen, die Erfolg erwarten, und die Sache der Armen entscheiden sie nicht.
5:31 Die Propheten weissagen Lüge, und die Priester richten ihre Lehre nach ihnen aus; mein Volk aber liebt es so.
Doch was werdet ihr tun, wenn es damit zu Ende geht?


6:2 Die Schöne und Verwöhnte, die Tochter Zion, ich vernichte sie.
6:3 Hirten kommen zu ihr mit ihren Herden; sie schlagen rings um sie ihre Zelte auf, jeder weidet seinen Bereich ab.
6:6 Denn so spricht der Herr der Heere: Fällt ihre Bäume, und werft einen Wall auf gegen Jerusalem! Das ist die Stadt, von der erwiesen ist: Alles in ihr ist Unterdrückung.
6:7 Wie ein Brunnen sein Wasser sprudeln läßt, so läßt sie ihre Schlechtigkeit sprudeln. Von Gewalttat und Unrecht hört man in ihr; ständig sind mir vor Augen Leid und Mißhandlung.


6:11 Darum bin ich erfüllt vom Zorn des Herrn, bin es müde, ihn länger zurückzuhalten. -