DAS PROPHETISCHE VIERTE BUCH ESRA


Gerichtszeit

Geschrieben von ESRA 7.Kapitel am 28. Juli 2004 07:41:04:

Als Antwort auf: DAS PROPHETISCHE VIERTE BUCH ESRA geschrieben von ESRA 6. Kapitel am 24. Juli 2004 07:00:25:

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DAS PROPHETISCHE VIERTE BUCH ESRA
KAPITEL 7

I. Esra wird von dem Engel belehrt, daß es durch die Enge in die Tiefe gehe. 1-16.
II. Gott, als der höchste Richter wird mit vollkommener Gerechtigkeit richten: 17-25.
III. Er wird sich einst offenbaren in seinem Sohne Jesus Christus: 26-35
VI. Esra’s Frage betreffend der Fürbitte wird dahin beantwortet, daß dieselbe geschehen solle in der gegenwärtigen Welt, aber nicht am Ende der Welt.: 36-45.
V. Esra’s Klage über die traurigen Folgen der Sünde Adams und Antwort des Engels: 46-61.
VI. Esra beruft sich auf die Barmherzigkeit Gottes: 62 – 70


I.

1. Und es geschah, als ich diese Worte zu reden vollendet hatte wurde der Engel zu mir gesandt, der auch in den ersten Nächten bei mir war.
2. Der sprach zu mir: „Esra, steh auf und höre die Reden, die ich dir zu sagen dir gekommen bin“
3. Ich sprach: „Rede mein Gott!“ Da sprach er zu mir: „Das Meer ist an einem weiten Ort gesetzt, daß es tief und unermesslich wäre.
4. Es ist aber sein Eingang an einem engen Ort gesetzt, daß den Flüssen ähnlich wäre.
5. Denn wer wollte in das Meer gehen und es sehen und beherrschen? wenn er nicht durch das Enge ginge, wie möchte er in die Weite kommen?
6. Noch ein anderes: Es ist eine Stadt gebaut und auf ein weites Feld gesetzt, und sie ist aller Güter voll.
7. Aber der Eingang dazu ist eng und steil, als wäre ein Feuer zur Rechten, zur Linken aber ein tiefes Wasser.
8. Es ist aber ein einziger Fußpfad zwischen ihnen gesetzt, nämlich zwischen dem Feuer und dem Wasser, so daß der Fußpfad einzig nur eines Menschen Fußtapfen faßt.
9. Wenn nun diese Stadt einem zum Erben gegeben wird und der ist niemals durch diesen gefährlichen Weg gegangen, wie wird er sein Erbe einnehmen?“
10. Und ich sprach: „Es ist also, Herr.“ Da sprach er: „ Also ist auch der Teil Israels.
11. Denn um Ihretwillen habe Ich die Welt erschaffen, und da Adam Meine Satzungen übertreten hat, ward ihm dasjenige zuerkannt, was geschehen ist.
12. Da sind die Eingänge dieser Welt enge geworden, voll Schmerzen und Mühsal. Sie sind wenig und böse und voll Gefahren und auf viel Mühsal beruhend.
13. Denn der größeren Welt Eingänge sind weit und sicher und bringen Frucht der Unsterblichkeit.
14. Wenn nun die Hineingehenden, welche leben, nicht durch diese Enge und Eitle hineingegangen waren, so werden sie nicht erlangen können, was aufbehalten ist.
15. Warum bekümmerst du dich denn, da du ein unsterblicher Mensch bist? Und warum wirst du bewegt, da du dort sterblich bist?
16. Warum hast du nicht das Zukünftige, sondern das Gegenwärtige in Dein Herz genommen?“

II.

17. Da antwortete ich und sprach: „O Herr, Du Herrscher, siehe Du hast in Deinem Gesetze verordnet, daß die Gerechten diese Dinge erben, die Ungerechten aber verderben sollten.
18. Die Gerechten aber sollen die Enge ertragen, indem sie auf die Weite hoffen, denn die, welche gottlos gelebt und die Angst nicht erduldet haben, werden die Weite nicht sehen.“
19. Da sprach er zu mir: „Es ist kein Richter über Gott, und kein Verständiger über dem Höchsten,
20. denn in diesem Leben verderben viele, weil man das Gesetz Gottes, das vorgelegt ist, verachtet.
21. Denn Gott hat denen, die in diese Welt kommen sollen, ernstlich geboten, wann sie gekommen sind, was sie tun sollten, damit sie leben möchten und was sie halten sollten, damit sie nicht gestraft würden.
22. Diese aber ließen sich nicht überzeugen und widersprachen Ihm und hingen eitlen Gedanken nach,
23. und haben sich Übertretungen und Sünden vorgenommen, und von dem Höchsten gesagt, Er sei nicht und haben Seine Wege nicht erkannt.
24. Sein Gesetz haben sie verachtet und Seine Verheißungen verleugnet und keinen Glauben gehabt an Seine Satzungen, und Seine Werke nicht vollbracht.
25. Darum, o Esra, den Leeren das Leere und den Vollkommenen die Fülle! Matth. 13, 12.

III.

26. Siehe, es wird die Zeit kommen, und es wird geschehen, wann die Zeichen kommen werden, die Ich Dir vorhergesagt habe, so wird die Braut erscheinen und offenbar werden, die jetzt in der Erde verborgen liegt, Kor. 3, 4. Offenb.21,2.
27. und ein jeder, der von den vorhergesagten Übeln erlöset ist, wird Meine Wunder sehen.
28. Denn Mein Sohn Jesus wird geoffenbart werden mit denen, die bei ihm sind und werden erfreut werden, die da übrig gelassen sind, vierhundertneunzig Jahre lang (Israel). Dan. 9, 24-27.
29. Zwar wird Mein Sohn Christus sterben und alle Menschen die das Leben haben.
30. Und die Welt wird in das alte Stillschweigen verwandelt werden sieben Tage lang (siebzigste Jahrwoche Daniels, 7 Jahre Dan. 9), so wie bei den früheren Gerichten, also daß niemand überbleiben wird.
31. Und es wird geschehen nach sieben Tagen, daß die Welt auferwecket werden wird, die noch nicht wachet, und das Verdorbene wird sterben.
32. Und die Erde wird die wiedergeben, so in ihr geschlafen haben, und der Staub die, so in der Stille wohnen; und die Gemächer werden die Seelen, die ihnen anvertraut sind, wieder geben.
33. Und der A1lerhöchste wird auf dem Richterstuhl geoffenbart werden, und das Elend wird vergehen, und die Langmut wird aufhören.
34. Das Gericht wird allein übrig bleiben, die Wahrheit wird bestehen, und der Glaube wird zum Schauen gekommen sein,
35. und das Werk wird nachfolgen, und der Lohn wird gezeigt werden; die Gerechtigkeit wird erwachen, und die Ungerechtigkeit nicht mehr herrschen.“ Offenb. 14, 13.

IV.

36. Da sprach ich: „Zuerst hat Abraham für die Sodomiter gebetet, und Moses für die Väter, die in der Wüste gesündigt hatten, 1. Mose 18, 23 ff., 4. Mose 14, 13 u. ff.
37. und sein Nachfolger (Josua) für Israel in den Zeiten Achans, Josua 7, 7 u. ff.
38. Und Samuel und David für die Zerknirschten, und Salomo für die, 80 zur Weihe des Heiligtums kamen; 1. Sam. 7, 9. 2. Sam. 24, 17. 1. Kön. 8; 22 u. ff.
39. und Elias für die, so den Regen empfingen und für die Toten, daß er wiederum lebendig würde, 1. König 17.
40. und Ezechias (Hiskia) für das Volk zu den Zeiten Sanheribs, und also viele andere, die für viele gebetet haben. 2. Kön. 19, 15 ff.
41. Wenn nun also vorhin, als das Verderben überhand genommen hatte und die Ungerechtigkeit gemehrt worden war, die Gerechten für die Gottlosen gebetet haben, warum soll das nicht auch jetzt sein?“
42. Er antwortete mir und sprach: „Eure jetzige Welt ist noch nicht das Ende, es bleibt noch viel Herrlichkeit in ihr. Darum haben sie für die Schwachen gebetet.
43. Denn der Tag des Gerichts wird das Ende der Zeiten sein, und der Anfang der Zeit der zukünftigen Unsterblichkeit, in der Verderbnis vorüber ist.
44. Aufgehoben ist dann die Unmäßigkeit, abgetan ist der Unglaube, aber die Gerechtigkeit gewachsen, die Wahrheit aufgegangen.
45. Alsdann kann niemand den selig machen, der verloren ist, oder dem unsterbliches Leben verheißen ist.“

V.

46. Da antwortete ich und sprach: „Dies ist meine erste und letzte Rede, daß es besser gewesen wäre, dem Adam das Erdreich nicht zu geben, oder, da es ihm gegeben war, zu verhüten, daß er nicht sündigte.
47. Denn was nützt es dem Menschen hier in der Zeit in Traurigkeit zu leben, und erst nach dem Tode auf Bestrafung zu warten?
48. O Adam, was hast du getan? Denn weil du gesündigt hast, bist nicht allein du, sondern wir all, so von dir gekommen, gefallen.
49. Denn was nutzet es uns, daß uns ein unsterbliches Leben verheißen ist, wenn wir sterbliche Werke vollbringen?
50. Und obgleich uns eine ewige Hoffnung vorhergesagt ist, so sind wir doch sehr böse und eitel geworden.
51. Und obgleich uns Wohnungen der Gesundheit und Sicherheit aufbehalten sind, so haben wir doch böse gehandelt.
52. Und obgleich die Herrlichkeit des Höchsten aufbehalten ist, die zu beschirmen, welche vorsichtig gewandelt haben, so sind wir doch auf den schlechtesten Wegen gewandelt.
53. Und obgleich das Paradies gezeigt wird, dessen Frucht unverderblich bleibt, in welcher Sicherheit und Heilung ist, so gehen wir doch nicht hinein.
54. Denn wir haben an unziemlichen Orten gewandelt.
55. Und obgleich die Angesichter derjenigen, die Enthaltsamkeit geübt haben, heller als die Sterne leuchten werden, so sind doch unsere Angesichter schwärzer als die Finsternis.
56. Denn wir haben im Leben, da wir Ungerechtigkeiten übten, nicht daran gedacht, daß wir nach dem Gerichtsurteil zu leiden anfangen werden.“
57. Da antwortete Er mir und sprach: „Das ist die Weise des Streits, den der Mensch, der auf Erden geboren ist, streiten wird,
58. daß, wenn er überwunden wird, er das leidet, so du gesagt hast, wenn er aber überwindet, so empfängt er das, so Ich sage.
59. Denn das ist das Leben, davon Moses zum Volke gesagt hat, da er noch lebte, und sprach: Erwähle dir das Leben, auf daß du leben mögest: 5. Mose 30, 15-19
60. Sie glaubten ihm aber nicht, und nach ihm auch den Propheten nicht, ja auch Mir nicht, der Ich mit ihnen geredet habe,
61. denn es wäre keine Traurigkeit zu ihrem Verderben, wie Freude über die kommen wird, welche sich des Heils berichten lassen.“

Vl.

62. Da antwortete ich und sprach: „Ich weiß Herr, daß der Allerhöchste barmherzig genannt wird darin, daß Er sich derer erbarmt, die noch nicht in der Welt angekommen sind,
63. und daß Er sich derer erbarmt, die in seinem Gesetz wandeln,
64. und daß Er langmütig ist, indem Er Langmut übt an denen, die gesündigt haben, weil sie Sein Werk sind,
65. und daß er freigebig ist, weil Er schenken will nach eines jeden Bedarf,
66. und daß Er viel Barmherzigkeit hat, denn Er mehret Seine Barmherzigkeit gegen die, die gegenwärtig sind, und gegen die, die früher gewesen sind, und gegen die, die kommen werden.
67. Denn so Er Seine Barmherzigkeit nicht vermehrte, so würde die Welt nicht lebendig bleiben mit denen, die das Erbe in ihr erhielten.
68. Und Er gibt, denn wenn Er nicht nach seiner Güte gäbe, so, daß die, so übel getan haben, erleichtert würden, so möchte der zehntausendste Teil der Menschen wegen ihrer Ungerechtigkeiten nicht lebendig bleiben.
69. Und wenn Er als Richter denen nicht vergeben würde, die durch Sein Wort geheiligt sind, und die Menge des Haders austilgte, so würden vielleicht in der unzähligen Menge nur sehr wenige übrig bleiben.

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