Re: @epi
• Gerichtszeit
Geschrieben von Epidophekles am 25. Juli 2004 11:51:47:
Als Antwort auf: @epi geschrieben von Napo am 24. Juli 2004 13:10:14:
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Lieber napo!
.Interessant ist es mit dir!
Du gibst mir zu denken. Und das ist gut so. Ich danke dir für dein Wohlwollen!Weisst du, das mit der inneren Stimme ....
Ich spreche sie dir nicht ab. Doch weisst du, wieviele Menschen sich täuschen.
Du verlierst sie ja trotz meiner Kritik nicht, wenn es des Heilands Stimme ist, nein,
sie erklingt dir noch herzlicher, wenn es die wahre Stimme ist.
Glaubst du, dass ich die innere Stimme nicht vernehme, wenn ich sie nicht höre?
Kannst du dir nicht vorstellen, dass es von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt
in seinem Verlangen nach Gott?
Die Begegnung mit Jesus kann ganz unterschiedlicher Natur sein;
es kann eine Begegnung mit dem höchsten Gott in wunderbar herrlichster Majestät sein,
als Freund, als Bruder, als Bettler, als wärmende Quelle, als höchstes Liebesempfinden
und so weiter .... ja, auch in der Natur, in der Musik - und in Gedanken.
Selbstverständlich auch als Begegnung mit dem Vater!Wir sind alle unterschiedlich beschaffen, haben alle einen anderen Weg gewählt und durchgemacht.
Kein Mensch ist dem andern gleich.
Die ganze Schöpfung ist von so grosser Vielfalt,
wie wir es uns gar nicht vorstellen können, aber dem immer und überall begegnen,
so unglaublich erfreuend, staunen-machend, beglückend gut und schön!
Ich kann schlecht beschreiben, was ich spüre. Und immer wieder bemühe ich mich,
von dem, was ich empfinde, mitzuteilen - in verschiedener Form. Hier eben mittels Text.Ich könnte nun lange deinem Impuls nachgehen, der von dir ausging, resp. deinem Posting,
und in weite mentale und seelische Sphären ausfliegen und dir Botschaft davon bringen.
Nun frage ich mich aber, warum ich denn das nicht tue und schreibe, schreibe, schreibe....
Es könnte dich langweilen, es käme anderen vor, als würde ich Selbstdarstellung betreiben usw.
etwa so, als würdest du allen genauestens mitteilen, was du von der inneren Stimme vernimmst.Vieles ist so komplex, dass wir selbst fast immer nur einen Teil davon erfassen können.
Und wir versuchen, einander zu verstehen zu geben, was wir empfinden, wahrnehmen und denken.
Der andere nimmt nur einen Teil davon auf und deutet es nach seinem Standpunkt.
Kannst du dir vorstellen, wie weit entfernt das sein kann, was ich wir vom anderen Menschen denken?
Wir können nur 'beurteilen', was wir sehen und hören, aber nicht das, was innerlich vorgeht.Du hast mich missverstanden, wenn ich geschrieben habe, dass ich mich in der Tiefe befinde.
Es ist damit unser Dasein auf Erden gemeint und die Nähe zum Darniederliegenden.
Du aber hast verstanden, dass ich mich - ständig (?) - in einem seelischen Tief befinde und leide.
Das kommt wohl daher, dass du vielleicht das seelische Wohlbefinden allzusehr mit Hab und Gut gleichsetzest,
mit dem du ja 'gesegnet' bist und ich nicht. - Ich hatte auch nie darauf mein Hauptaugenmerk gerichtet,
sondern auf den inneren Frieden, die Harmonie im Menschsein mit der gesamten Schöpfung und mit Gott.
Mein Antrieb war ganz eindeutig immer auf Gott ausgerichtet und ich fühlte die Dunkelheit auf Erden.
Doch immer wieder durfte ich Erlebnisse haben und auch innerlich spüren, dass es Gott gibt
und dass ich IHN in Jesus finden kann, weil keiner so lebte, sprach und lehrte wie Er, und dass
Sein Leistungsausweis mein Herz in Schwingung versetzt, dass es dumm sein müsste, woanders zu suchen.
Und ich befinde mich auf gutem Wege, hab viele Schönheiten entdeckt - und grenzenlos ist die Herrlichkeit Gottes.
Meine Wahrnehmung Gottes ist etwas anders als die Deine. Es muss nicht die hörbare Stimme sein.
Das leise Säuseln ist immer und überall anzutreffen, wenn wir nur dazu offen sind - und darin will ich mich einfügen.
Mir ist die Gegenwart und die Grösse Gottes in Seiner Liebe und Erhabenheit etwas so Kostbares,
dass ich es gar nicht in einem Zug ausschöpfen kann. Ich vernehme Seine Stimme in so verschiedener Art
und bin beglückt davon, dass ich die Andacht geniesse, IHN zu ahnen und zu spüren, dass ich in überwältigender
Liebe verschmachten würde, wenn Er nun pötzlich noch klar vernehmlich zu mir reden würde ....
sozusagen mein 'Glauben' zum 'Sehen' würde.
Ist das eine Illusion, was ist an dieser meiner Vorstellung und Haltung falsch?
Glaubst du, ich könnte den schwer lastenden Druck auf Erden
in meinem derzeitigen Zustand noch ertragen,
wenn ich in Liebe vollends entbrennen würde?Ich erzähle dir davon, als würde ich meinen, du könntest verstehen, wovon ich spreche.
Zum Schluss für dich eine Anregung:
Es stimmt nicht, dass es mir seelisch schlecht geht.
Ich leide wohl unter den Disharmonien und dem Chaos auf Erden
in Bezug auf die Möglichkeiten und der Berufung des Menschen,
aber ich bin sehr glücklich darin, in der Liebe weiterzuwachsen
und dass meine Gebete immer inniger und dem Vater stets näher
meine Seele und meinen Geist durchfliessen.
Auch irdisch lebe ich gut und ist mir alles gegeben, was ich benötige.
Nur mache ich mir Sorgen, wie es weitergehen soll ....
Dies ist das, was am ehesten deinem Glauben entpricht,
dass es mir nicht gut gehen würde ....Hier müsste ich nochmals von vorne beginnen,
um darüber Erklärungen abzugeben,
warum es mir doch einerseits sehr gut geht
und warum ich mir trotzdem Sorgen mache für die Zukunft
- mangelndes Vertrauen, schwacher Glaube?
Dann wäre ich seelisch doch unglücklich?
Wie vermischt sich denn die Gewissheit, Liebe leben zu dürfen,
mit der Unsicherheit, ihr treu weiterfolgen zu können?Ich bin ein Mensch ganz ähnlich wie du und alle anderen ....
Lass uns vereinigen im Glauben an Jesus Christus
und in Seiner Liebe uns finden. Es sind alle angesprochen!Herzlich
Epidophekles
PS:
Eigentlich wollte ich Pause machen.
Vielleicht mache ich das auch.
Denn es geht mir nicht um mich,
sondern um den gemeinsamen Gang
hin zum Kreuz, wo wir Erlösung finden
und erst recht befreit aufatmen können.
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