DAS PROPHETISCHE VIERTE BUCH ESRA


Gerichtszeit

Geschrieben von ESRA 6. Kapitel am 24. Juli 2004 07:00:25:

Als Antwort auf: DAS PROPHETISCHE VIERTE BUCH ESRA geschrieben von ESRA 5.Kapitel am 23. Juli 2004 11:16:59:

.
DAS PROPHETISCHE VIERTE BUCH ESRA
KAPITEL 6

I. Wie Gott alle Dinge geschaffen hat, so werden sie auch durch ihn allein ihrem Ende zugeführt: 1-10.
II. Der Engel verkündet dem Esra noch weitere Zeichen des Endes der Welt. 11-34. Das dritte Gesicht Esras. Kap. 6, 35 -Kap. 9, 25.
III. Esra fragt mit Hinweisung auf die sieben Schöpfungstage, warum Gott, da er dort um seines Volkes Willen die Welt geschaffen, es den Nationen preisgegeben. 35.-59.

I.
1. Und Er sagte zu mir:“Am Anfang des Erdkreises, ehe die Ausgänge der Welt bestanden, und ehe die zusammenstoßenden Winde wehten,
2. und ehe der Hall des Donners ertönte, und ehe der Glanz der Blitze leuchtete, ehe die Fundamente des Paradieses gelegt wurden
3. ehe die zierlichen Blumen gesehen wurden, ehe die bewegten Kräfte befestigt waren, ehe die unzähligen Scharen der Engel gesammelt waren,
4. ehe die Höhen die Luft emporhoben, und ehe die Maße des Himmelsgewölbes genannt wurden, ehe Zion gebaut war,
5. und ehe die gegenwärtigen Jahre erforscht waren, und ehe die Gedanken derer, die jetzt sündigen, sich (von Gott) entfremdeten, und ehe die versiegelt waren, die den Schatz des Glaubens gesammelt haben; Offenb. 7, 4.
6. da habe Ich die Schöpfung ausgedacht und sie ist gemacht worden durch Mich allein und nicht durch einen andern; sie wird auch durch Mich und keinen andern geendet.“
7. Da antwortete ich und sprach: „Welches wird die Scheidung der Zeiten sein? Oder wann wird das Ende des Vorigen oder Anfang des Nachfolgenden sein?“
8. Da sprach er zu mir: „Von Abraham bis auf Isaak, da Jakob und Esau von ihm gezeugt wurden, hielt Jakobs Hand von Anfang an die Ferse des Esau. 1. Mose 25, 26.
9. Denn das Ende dieser Welt ist Esau und der Anfang der nachfolgenden ist Jakob.
10. Nur eine Handbreit ist zwischen der Ferse und der Hand. Anderes er- forsche nicht, Esra.“

II.
11. Da antwortete ich und sprach: „O Herr, Du Herrscher, habe ich Gnade vor Deinen Augen gefunden,
12. so bitte ich Dich, zeige Deinem Knecht an das Ende Deiner Zeichen, deren Du mir die vorige Nacht einen Teil gezeigt hast.“
13. Er antwortete und sprach zu mir: „Steh auf Deine Füße und höre eine Stimme vom lautesten Ton!
14. Es wird sein gleich einer Bewegung, aber der Ort, da du stehst, wird doch nicht bewegt werden.
15. Darum, wenn sie redet, sollst du nicht erschrecken, denn vom Ende redet das Wort und das Fundament der Erde läßt sich vernehmen;
16. denn die Erde über diese Dinge zittert und erbebt, denn sie weiß, daß deren Grenze verändert werden muß.“
17. Und es geschah, da ich es gehört hatte, da stand ich auf meinen Füßen und hörte, und der Ton derselben war wie der Ton vieler Wasser,
18. und sie sprach: „Siehe es kommen Tage, und es wird geschehen, daß Ich werde anfangen herzuzunahen, um die Einwohner der Erde heimzusuchen. Offenb. 1, 15.
19. Und daß ich anfangen werde, Rechenschaft zu fordern von denen, welche durch ihre Ungerechtigkeit Schaden getan haben. Matth.. 12,36.
20. Und wenn die Erniedrigung Zions wird erfüllt sein, und wann die Welt, welche anfangen wird zu vergehen, wird versiegelt werden, so werde ich diese Zeichen tun: Die Bücher werden aufgetan werden vor dem Angesichte des Firmaments, und alle werden es sehen zumal. Dan. 7, 10. Offenb. 20, 12.
21. Und jährige Kinder werden mit ihren Stimmen reden und schwangere Weiber werden unzeitige Kinder gebären, von drei oder vier Monaten und sie werden leben und aufkommen.
22. Besäte Orte werden plötzlich als unbesät, und volle Kammern werden plötzlich leer erfunden werden
23. und die Posaune wird hell ertönen; und alle, die sie hören, werden plötzlich erschrecken. 1. Tess.4. 16-17.
24. Zu derselbigen Zeit werden Freunde einander bekriegen wie die Feinde, und das Erdreich wird mit ihnen erschrecken. Die Brunnadern werden stille stehen und drei Stunden lang nicht laufen.
25. Welcher aber aus alle dem übrig bleibt, was ihr doch vorher gesagt, der wir errettet werden, Mein Heil und das Ende eurer Welt sehen.
26. Und die Menschen, die aufgenommen sind, werden es sehen, die der Tod von ihrer Geburt her nicht ereilt hat, und der Einwohner Herz wird verändert und zu einem andern Sinn belehrt werden,
27. denn das Böse wird ausgetilgt und der Betrug ausgelöscht werden.
28. Es wird aber der Glaube schauen und das Verderben besiegt und die Wahrheit kund werden, die so viele Tage lang ohne Frucht gewesen ist.“
29. Und es begab sich, als Er mit mir redete, da blickte ich allmählich hin auf Den, vor Dem im stand.
30. Da sprach er also zu mir: „Ich bin gekommen, dir die Zeit der künftigen Nacht zu zeigen.
31. Wenn du nun wiederum gebetet und gefastet haben wirst sieben Tage lang, so werde ich dir wieder größeres als dieses sagen, an dem Tage, da ich es werde gehört haben.
32. Denn deine Stimme ist von dem Allerhöchsten gehört worden, denn der Mächtige hat gesehen deinen richtigen Wandel und wahrgenommen die Keuschheit, die du von deiner Jugend an bewiesen hast.
33. Darum hat er mich gesendet, dir dieses alles zu zeigen und dir zu sagen: sei getrost und fürchte dich nicht!
34. Und eile nicht wie in den vorhergehenden Zeiten, Eitles zu gedenken, damit du nicht enteilest den letzten Zeiten.
35. Und es geschah nach diesem, daß ich wiederum weinte, und gleicherweise fastete sieben Tage lang, damit ich die drei Wochen, die mir zugesagt waren, erfüllte.
36. Und es geschah in der achten Nacht, daß mein Herz in mir wieder bekümmert wurde, und ich anfing wieder vor dem Höchsten zu reden,
37. denn mein Geist war ganz entzündet und meine Seele ganz beängstigt, und ich sprach:
38. „O Herr, du hast im Anfang der Schöpfung geredet, und hast am ersten Tage gesprochen: Es werde Himmel und Erde! Und Dein Werk ist ein vollkommenes Werk gewesen.
39. Und damals war der Geist und die Finsternis und das Stillschweigen noch ringsherum und der Ton der Stimme eines Menschen war noch nicht da von Dir.
40. Da hast Du gesprochen, daß von Deinen Schätzen ein leuchtendes Licht hervorgehen solle, wodurch Dein Werk sichtbar würde.
41. Am zweiten Tage hast Du geschaffen den Geist des Firmamentes und ihm geboten, daß er zwischen den Wassern teile und einen Unterschied mache, daß ein Teil nach oben zurückweiche, der andere hier unten verbleibe.
42. Am dritten Tage hast Du geboten, daß die Wasser sich sammeln über den siebenten Teil der Erde; sechs Teile hast Du getrocknet und erhalten, daß daraus käme, was vor Dir dienen soll, gesät von Gott und angebaut.
43. Sobald Dein Wort ausging, war das Werk alsbald geschehen.
44. Denn mit einem Male gingen hervor Früchte, an Menge unermeßlich und Wohlschmeckendes von mancherlei Art, und Blumen von unwandelbarer Farbe und durchdringender Wohlgerüche, und dies geschah am dritten Tage.
45. Am vierten Tage aber hast Du geboten, daß entstehe der Sonne Glanz, des Mondes Licht und die Ordnung der Sterne.
46. Und Du hast ihnen geboten, daß sie dem Menschen, der künftig sollte geschaffen werden, dienten.
47. Am fünften Tage hast Du zum siebenten Teil, da die Wasser versammelt worden, gesagt, sie sollten mancherlei Tiere, Vögel und Fische hervorbringen, und es geschah also.
48. Und das stumme seelenlose Wasser brachte auf den Befehl Gottes Tiere hervor, damit die Völker daraus Deine Wunderwerke preisen sollten.
49. Da hast Du zwei lebendige Wesen erhalten; das eine hast Du Behemoth und das andere Leviathan genannt. Hiob 40, 10 u. 20 Ps. 74, 14.
50. Und du hast je eins von dem andern abgesondert, denn der siebente Teil, nämlich, da das Wasser versammelt war, mochte sie nicht beide fassen.
51. Dem Behemoth hast Du einen Teil gegeben, der am dritten Tag trocken geworden war, daß er in demselben wohnen solle, daselbst sind viele Berge.
52. Dem Leviathan hast Du den siebenten, feuchten Teil gegeben, und hast ihn erhalten, daß er verschlinge, welche Du willst und wann Du es willst.
53. Am sechsten Tage hast Du dem Erdreich geboten, daß es vor Dir das Vieh und die wilden Tiere und alles Kriechende schaffen sollte.
54. Und nach diesem, Adam, den Du zum Herrn über alle Deine Geschöpfe gesetzt hast, und von ihm kommen wir alle, auch Dein Volk, das Du Dir erwählt hast.
55. Dieses alles nun habe ich darum vor Dir gesagt, o Herr, weil Du die Welt um unsertwillen geschaffen hast.
56. Von den andern Völkern aber, die auch von Adam herkommen, hast Du gesagt, sie seien nicht, sondern sie seien gleich dem Speichel und ihre Menge hast Du gleich gemacht den Tropfen am Eimer. Jes. 40, 15 u. 17. 57. Und nun, o Herr, siehe, diese Völker, die für nichts geachtet sind, haben angefangen, uns zu beherrschen und zu verschlingen.
58. Wir aber, Dein Volk, das Du Deinen Erstgeborenen, den Eingeborenen genannt hast, und das, worüber du eiferst, wir sind in ihre Hände gegeben.
59. Ist nun die Welt um unsertwillen erschaffen, warum besitzen wir denn nicht das Erbe mit der Welt? Wie lange soll doch dies währen?“

.



Antworten:


Gerichtszeit