Sacharja 5. Kapitel
• Gerichtszeit
Geschrieben von Sacharja am 01. Juli 2004 06:09:44:
Als Antwort auf: Sacharja 4. Kapitel geschrieben von Sacharja am 01. Juli 2004 06:07:25:
DER PROPHET SACHARJA
5. KapitelDie sechste Vision: Die fliegende Schriftrolle
5,1 Und ich hob meine Augen abermals auf und sah, und siehe, da war eine fliegende Schriftrolle.
5,2 Und er sprach zu mir: Was siehst du? Ich aber sprach: Ich sehe eine fliegende Schriftrolle, die ist zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit.
5,3 Und er sprach zu mir: Das ist der Fluch, der ausgeht über das ganze Land; denn alle Diebe werden nach dieser Schrift von hier ausgefegt und alle Meineidigen werden nach dieser Schrift von hier ausgefegt.
5,4 Ich will ihn ausgehen lassen, spricht der HERR Zebaoth, daß er kommen soll über das Haus des Diebes und über das Haus dessen, der bei meinem Namen falsch schwört. Und er soll in dem Haus bleiben und soll's verzehren samt seinem Holz und seinen Steinen.Die siebente Vision: Die Frau in der Tonne
5,5 Und der Engel, der mit mir redete, trat hervor und sprach zu mir: Hebe deine Augen auf und sieh! Was kommt da hervor?
5,6 Und ich sprach: Was ist das? Er aber sprach: Das ist eine Tonne, die da hervorkommt - und sprach weiter: Das ist die Sünde im ganzen Lande.
5,7 Und siehe, es hob sich der Deckel aus Blei, und da war eine Frau, die saß in der Tonne.
5,8 Er aber sprach: Das ist die Gottlosigkeit. Und er stieß sie in die Tonne und warf den Deckel aus Blei oben auf die Öffnung.
5,9 Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, zwei Frauen traten heran und hatten Flügel, die der Wind trieb - es waren aber Flügel wie Storchenflügel -, und sie trugen die Tonne zwischen Erde und Himmel dahin.
5,10 Und ich sprach zum Engel, der mit mir redete: Wo tragen diese die Tonne hin?
5,11 Er aber sprach zu mir: Daß ihr ein Tempel gebaut werde im Lande Schinar und sie dort aufgestellt werde.
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Erläuterung(5, 1) Ein Brief oder eine Rolle ist in der Schrift das Symbol für das geschriebene Wort, ob es von Gott oder von dem Menschen kommt (Esra 6, 2: Jer. 36, 2. 4. 6, usw.; Hes. 3, 1-3, usw.).
Die sechste Vision des Sacharja handelt von der Überführung von Sünde durch das Wort Gottes.
Die beiden Sünden, die tatsächlich erwähnt werden, sind eine Übertretung beider Gesetzestafeln.
Stehlen bedeutet das Recht unseres Nachbarn mißachten, schwören heißt Gottes Anspruch auf Ehrfurcht verachten.
Das Gesetz wirkt also wie immer den Fluch (V. 3, Gal. 3, 10-14).(5, 6) In der Vision vom Epha werden Elemente aus der Zeit Sacharjas in solche der weiten Zukunft eingeblendet.
Das Epha, das größte Trockenmaß der Hebräer wird gebraucht, um zu zeigen, welches Ausmaß die Sünden Israels in jenen Tagen angenommen hatten.
Vergleiche Ausdrücke des Maßes in 2. Sam. 8, 2, Jer. 51, 13, Hab. 3, 6-7. Mt. 7, 2: 23, 32.
In einem Zustand solcher Sündhaftigkeit muss zuerst die zurückhaltende Hand Gottes wirken, damit der Gerechte in dem Lande überleben kann; das wird versinnbildlicht durch das Gewicht, mit dem die Öffnung des Epha verschlossen wird.
Zweitens, das Böse muß völlig aus dem Lande ausgerottet werden, es muß zurückgebracht werden nach dem Sitz des Götzendienstes und des Unglaubens Gott gegenüber, nämlich nach Babylon, dem Urgrund des Bösen.
Vgl. Offb. 18.