Königin von Saba in Herisau
Endzeitprophetie
Geschrieben von Epidophekles am 05. Juni 2005 09:21:46:
Als Antwort auf: Musik für die Seele - Sonntagspredigt geschrieben von Epidophekles am 05. Juni 2005 08:58:44:
Oratorium «Solomon»
Zusammen mit Gastsängern und den St. Galler Kirchenchören Heiligkreuz und St. Maria-Neudorf führt der Evangelische Singkreis Herisau am 4. Juni in der reformierten Kirche Herisau «Solomon», ein Spätwerk Georg Friedrich Händels auf.
Seit eineinhalb Jahren bereitet der musikalische Leiter des Evangelischen Singkreises Herisau, Zdenko Kuscer, die Mitglieder auf das Konzert am kommenden Samstag in der reformierten Kirche Herisau vor. Zusammen mit den St. Galler Kirchenchören Heiligkreuz und St. Maria-Neudorf, die der Organist und Musiklehrer Zdenko Kuscer ebenfalls leitet, wird dann «Solomon», ein Meisterwerk von Georg Friedrich Händel, aufgeführt. Seit zehn Jahren leitet Zdenko Kuscer die 37 Mitglieder des Evangelischen Singkreises. Dieser ist in Herisau der einzige Chor, der barocke Werke in dieser Grössenordnung präsentiert.
Die Chorgemeinschaft, die aus dem Evangelischen Singkreis Herisau, dem Katholischen Kirchenchor Heiligkreuz St. Gallen und dem Katholischen Kirchenchor St. Maria-Neudorf St. Gallen besteht, kann auf namhafte Solisten zurückgreifen, unter ihnen beispielsweise Vesna Kuscer, die Schwester des Dirigenten. Die musikalische Begleitung übernimmt die Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben.
Das Oratorium «Solomon» wurde 1748 vom damals 63-jährigen Georg Friedrich Händel komponiert. Dieses pompöse Werk umfasst drei Akte. Der erste Teil ist hauptsächlich Gott gewidmet. Der zweite Abschnitt schildert die Beziehung zwischen Solomon bzw. Salomon und der Tochter des Pharaos. Im dritten Akt wird Salomons Besuch bei der Königin von Saba geschildert, bei der er viel von seiner heute noch bekannten Weisheit erfährt. Um das in einzelnen Chorsätzen zehnstimmige Oratorium zu bewältigen, übte der Chor neben den ordentlichen zwei Stunden pro Woche noch in acht Zusatzproben.
Händel - ein Musikgenie
Georg Friedrich Händel wurde am 23. Februar 1685 in Halle, Deutschland, geboren. Nach Musikunterricht in Klavier, Orgel, Violine und Oboe verfasste er erste Kompositionen, besonders für Oboe. Händel studierte - wohl auf Drängen seines Vaters - Rechtswissenschaften. Seine grosse Leidenschaft blieb aber nach wie vor die Musik. Im Jahre 1700 absolvierte er eine dreijährige Studienreise nach Italien und 1704 erschien Georg Friedrich Händels erste Oper «Almira». Er war ein Meister des Orgel- und Cembalospiels und wurde Kapellmeister am Hof in Hannover. 1710 übersiedelte er nach England. Ein Jahr später führte er in London die Oper «Rinaldo» auf. Mit 41 Jahren erhielt Händel vom König Georg I, der selbst deutscher Abstammung war, die englische Staatsbürgerschaft. Händel wurde vor allem durch sein Oratorium «Messias» bekannt und ist Begründer der englischen Oper. Viele weitere Oratorien und einzelne Opern komplettieren das Werk Georg Friedrich Händels. Mit 63 Jahren komponierte er das pompöse Oratorium «Solomon»; dies trotz seiner Erblindung 1751. Am 14. April 1759 starb er in London.
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