Islam


Gerichtszeit

Geschrieben von Sonnenschein am 27. Juni 2004 13:47:55:

Moin!

Neulich habe ich von dem Buch "Syro-Aramäische Lesart des Koran" von Christoph Luchsenberger (ein interessantes Pseudonym) gehört (nicht gelesen!). Darin wird wie in manchen anderen Kreisen die Frage aufgeworfen ob die Sicht des Koran die islamische Theologen heute mehr oder weniger vertreten nicht eine durch die Zeit sehr verzerrte sein könnte. Herr Luchsenberger etwa geht (soweit ich das verstanden habe) von dem Ansatz aus, daß das Altarabisch des frühen Koran in dieser Zeit erst im Entstehen war und wesentlich geprägt ist von Aramäischen, das als Sprache in etwa tausend Jahre älter sein dürfte und damals auch im relevanten Raum (eine) Verkehrssprache war. Insofern geht Herr Luchsenberger sprachwissenschaftlich an den Koran heran und kommt zu erstaunlichen Hypothesen. Etwa hält er es für möglich, daß es im Paradies für die Märtyrer keine Jungfrauen gibt (bekannte Annahme), sondern weiße Weintrauben in Bezug auf christliche Weinbergsgleichnisse. Überhaupt bezeichnete das Wort "Koran" damals in Syrien ein christliches Lehrbuch und keine eigenständige (prophetische) Schrift, wofür es einen anderen Begriff gegeben habe. Weiteres Beispiel: Frauen sollten ein Kopftuch tragen könnte auch gehießen haben, Frauen sollten einen Gürtel tragen. Ich habe auch aus anderen Quellen erfahren, daß Mohammed wohl keine eigene Religion gründen wollte. Hat jemand von euch eine Vermutung was da damals schiefgegangen sein könnte? Es gibt wohl auch klare Hinweise, daß sich in der "Koran"-Fortschreibung sehr oft die drastischeren Lesarten durchgesetzt hatten. Ich weiß aber nicht wie weit man mit diesem Ansatz kommt; ob es möglich sein könnte, daß Mohammed Christ war und seine Nachfolger dann die Seperation betrieben hatten?

Liebe Grüße!


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