Kaukasus-Text - vielleicht etwas erhellt
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Geschrieben von albamireia am 18. Juni 2004 00:50:20:
Als Antwort auf: Ohne Liebe keine Ordnung zum Leben hin geschrieben von Epidophekles am 16. Juni 2004 08:13:51:
Lieber Epidophekles,
du hast schon recht, dieser Text aus dem Kaukasus ist ein alter Weg, der Disziplin und Ordnung erfordert. Man könnte sich auch Logenbrüder so vorstellen (oder Mönche), die einer Regel folgen, um gewisse grundsätzliche Dinge gesetzmässig zurechtzurücken. Dieser Dialog kam also vor dem Gespräch mit Jesus (der schmale Weg) - auch ein Dialog - der aber anders verlief. Hier dominiert die Liebe, die Jesus einsetzt auf ganz unkomplizierte Art.
Der Schüler muss nicht dies und jenes befolgen, er darf sein Herz öffnen, sich hingeben, Vertrauen haben. Das setzt aber voraus, dass er dazu bereits schon fähig und willens ist. Es kann also für einen Menschen sinnvoll sein zuerst die Grundbegriffe zu lernen, um sich der Liebe anzunähern, ein anderer braucht sich darum nicht mehr gross zu kümmern, weil er innerlich schon dem Wesentlichen so nah ist, dass er mit Jesu Hilfe bereit ist den Sprung zu wagen. Den Sprung wohin - in Die Wahrheit, Die Weisheit, Das Leben, Die Liebe...?Hier habe ich ein paar ergänzende Sätze eingefügt, die vielleicht erhellend wirken.
Herzlich albamireia
Gespräch zwischen Schüler und Lehrer - (zum darüber nachsinnen):"Mein Herr, mein Meister, ich will der Menschheit helfen, die Welt verwandeln und grosse gute Werke tun für Gott!"
Hier könnte jemand (z.B. ein Politiker) die Welt verbessern wollen, wobei er noch gar nicht reif und rein genug ist, um zu helfen - schafft somit mehr Verwirrung
"Nein, Bruder, du willst dich bedeutend machen, dich in die Schöpfung einmischen und dich der Menschen bemächtigen!"
"Mein Herr, mein Meister, ich bin betroffen über meine Niedrigkeit und tiefe Traurigkeit geht mich an. Was kann ich denn tun!"
Durch die Zurechtweisung könnte er zur Einsicht kommen, dass es so nicht geht
"Nichts kannst du tun Bruder, "nicht etwas" in dir wäre würdig, fähig, mächtig und berufen "etwas" zu tun!"
Das mag heissen, dass der Mensch nicht aus seinem eigenen Willen etwas tun kann, was heilsam wäre (nur das Göttliche vermag es)
"Mein Herr, mein Meister, nimmst du mir alle Hoffnung, alle Kraft. Zeige mir die Schlüssel, weise mir das Tor, den Weg!" -
"Nicht etwas von alledem ist zu zeigen und ich bin nicht dein Herr und Meister!"
die äusseren Schlüssel und Meister nützen dem Schüler wenig, sein Inneres muss sich dazu eröffnen und erleuchtet werden
"Oh lass mich nicht verzweifeln, geh nicht von mir, hilf!"
"Geh in dein Haus, reinige alle Räume, pflege den Garten, bereite gastlich Heimstatt, Hof und Weg, - und warte auf den Meister!"
Dazu muss er seine Seele, sein ganzes Wesen reinigen, läutern (Tugendkräfte entwickeln: Güte, Barmherzigkeit, Mut, Mitgefühl.... und Liebe)
"Werde ich ihn erkennen, ist er dir ähnlich?"
"Nein ich bin IHM ähnlich. - Geh in dein Haus, es wartet!"
ER ist Gott, man kann im besten Fall Ihm gleichen, und es liegt an Seiner Gnade, ob ER kommt
Diese Belehrung ist sehr streng und erscheint lieblos, kann aber unter Umständen so stimmen, wenn nicht zerstört, sondern wachgerüttelt wird.
- Neben- und Irrwege Epidophekles 18.6.2004 16:29 (0)
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