Ohne Liebe keine Ordnung zum Leben hin
• Gerichtszeit
Geschrieben von Epidophekles am 16. Juni 2004 08:13:51:
Als Antwort auf: Text aus dem Kaukasus... geschrieben von albamireia am 15. Juni 2004 20:31:41:
>
>Gespräch zwischen Schüler und Lehrer - (zum darüber nachsinnen):
>"Mein Herr, mein Meister, ich will der Menschheit helfen, die Welt
>verwandeln und grosse gute Werke tun für Gott!"
>"Nein, Bruder, du willst dich bedeutend machen, dich in die Schöpfung
>einmischen und dich der Menschen bemächtigen!"
>"Mein Herr, mein Meister, ich bin betroffen über meine Niedrigkeit und
>tiefe Traurigkeit geht mich an. Was kann ich denn tun!"
>"Nichts kannst du tun Bruder, "nicht etwas" in dir wäre würdig, fähig,
>mächtig und berufen "etwas" zu tun!"
>"Mein Herr, mein Meister, nimmst du mir alle Hoffnung, alle Kraft. Zeige
>mir die Schlüssel, weise mir das Tor, den Weg!" -
>"Nicht etwas von alledem ist zu zeigen und ich bin nicht dein Herr und
>Meister!"
>"Oh lass mich nicht verzweifeln, geh nicht von mir, hilf!"
>"Geh in dein Haus, reinige alle Räume, pflege den Garten, bereite gastlich
>Heimstatt, Hof und Weg, - und warte auf den Meister!"
>"Werde ich ihn erkennen, ist er dir ähnlich?"
>"Nein ich bin IHM ähnlich. - Geh in dein Haus, es wartet!"
>Hallo Albamireia,
wahrlich, über dieses kurze Gespräch wurde ich sehr nachdenklich.Einen solchen Lehrer misse ich gerne. Warum?
Das Anliegen des Schülers ist nicht von vorneherein zu verurteilen, ich sehe darin nicht unbedingt 'schlechte' Absichten. Vielleicht hat er sich nur unglücklich ausgedrückt? - Und ein wahrer Lehrer würde doch diesen 'Wunsch' nach Helfenwollen anders aufnehmen und angehen, mit mehr Liebe und Verständnis, nicht durch Zurückstossen. Um die Arbeit an sich selbst aufnehmen zu können, braucht es anfangs bessere Unterstützung, als einfach einen Verweis.Sicher setzt der Schüler auf eine falsche Hoffnung, speziell bei diesem "Lehrer". Die Aussage des Lehrers, er sei dem Meister ähnlich, empfinde ich als unpassend, unwahr. Aus dem Lehrer spricht sozusagen nur kalte Weisheit ohne Liebe. Dieser Lehrer hat meiner Meinung nach den Gott der Liebe nicht gefunden, darum kann und will er den rechten Weg nicht weisen.
Ja, zum Nachsinnen können uns solche 'Gespräche' sehr wohl bringen. Aber wir sollten schon vorher von Jesus gehört haben, dann wissen wir den Weg und erkennen solche Belehrungen als Weg in die Isolation.
Jesus sagt, wer sucht, der findet, und nicht, wer sich selbst zurecht richtet und wartet, wartet, wartet, zu dem werde ich kommen.
Es kommt mir vor, also wollte da ein falscher Lehrer einen Schüler vom Weg zu Gott abhalten und einen 'Gott' verkünden, der kommt, ohne dass man ihn sucht. Gottes Feind tritt hingegen auch ohne Liebe, d.h. ohne unser Verlangen nach ihm, an uns heran, um uns vom wahren Gott abzuleiten.Ein falscher Lehrer arbeitet auch mit Einbezug von Wahrheiten, lenkt den Schüler aber von der eigentlichen Wahrheit hinweg. Und Wahrheit ist doch, dass wir Gott über alles lieben sollen, also IHN suchen, Seine Wahrheit, Seinen Willen, um uns in den Plan Gottes einfügen zu können. Auch hier ist nicht das erste die Ordnung, sondern die Liebe!
Danke, albamireia, für dieses Müsterchen einer Irreführung.
Passt gut zur Diskussion um Anita Wolf - war das Deine Absicht - oder handeltest du unbewusst?
Ich denke, Gott lenkt uns und schickt uns unmerklich Seine Wahrheit,
wenn wir nur aufmerksam sind, die Wahrheit lieben und das Gute wollen.Herzlich
Epidophekles
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