Die anvertrauten Pfunde verwerten


  Endzeitprophetie  

Geschrieben von Epidophekles am 18. Oktober 2004 02:03:24:

Als Antwort auf: Lorber zu den anvertrauten Geldstücken (Lk19,11ff) geschrieben von Sonnenschein am 17. Oktober 2004 18:29:14:

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Die ‚Bürger‘ der Stadt, die den König nicht wollten sind die Weltmenschen
mit der Welt als ihrer Stadt, die von Gott nichts wissen wollen.

Die zehn mit den Pfunden Beteilten sind die wenigen Auserwählten, die unter diesen Weltbürgern leben.

Einer ist darunter, der das Wort Gottes wohl annimmt und anerkennt,
aber zu träge ist, danach zu handeln.
Wer aber kein Feuer hat, der hat auch kein Licht
und gleicht einem Planeten, der nur mit fremdem Lichte prunkt, welches ihm nicht bleiben kann.

Die Engel der Himmel werden die Welt richten.
Warum denn? – "Weil sie, Nummer eins, Eins sind mit Mir,
und darum, Nummer zwei, der schroffste Gegensatz zur Welt," spricht der Herr.

Unter den 'Talenten' sind nicht die verschiedenen auszubildenden menschlichen Anlagen zu verstehen,
sondern das Wort Gottes!



Wer aber nur ein Pfund hat, der hat zwar auch das Wort Gottes in seiner Erkenntnis; aber es ficht ihn nicht an. Er hat zwar nichts gegen dasselbe, – er hält es im Gegenteil für schön, gut und wahr; aber wenn er vollernstlich danach tätig werden soll, da spricht er: „Ja, wenn man nicht auf die Welt hier beschränkt wäre und müßte darum das Weltliche der Welt wegen tun, da wäre es freilich sehr löblich, vollkommen dieser Lehre gemäß zu leben. Aber man muß einmal in der Welt leben, und so muß man sich auch nach ihr richten, sonst wird man leichtlich als ein Sonderling ausgeschrien; man verliert seine Ehre und Reputation und stellt sich dadurch also isoliert dar, daß man dann auch nicht mehr in der Welt zu wirken imstande ist, wo es zu wirken zu einem guten Zwecke notwendig gewesen wäre!“

Der Reiche spricht: „Ich wollte mit meinem Vermögen ja wohl evangelisch gebaren, wenn die Zeitumstände anders wären; aber die Welt ist nun einmal Welt, und da heißt es mit dem Vermögen also umgehen, daß man fürs erste im Alter selbst nicht darben muß, und daß auch die Kinder mit der Zeit diejenige nötige Versorgung finden, die sie vor der Welt unabhängig stellt.“

Der Beamte aber spricht: „Mein Gott! Wo sollte ich die Zeit hernehmen? Amts- und Herrendienst geht vor Gottesdienst! Wenn ich mich einmal in den Ruhestand setzen werde, dann will ich auch in Gottes Namen den Rosenkranz zur Hand nehmen, oder: ich will nach dem Evangelium leben, soviel es sich ohne große Beschränkung meiner Verhältnisse tun läßt!“

Der Geistliche spricht: „Wenn man nur die Pflichten seines Standes erfüllt, den man in der Welt bekleidet, und das alles Gott aufopfert, so hat man genug getan!"

In den einpfündigen Pfundvergräbern auch nicht nur ein Fünklein Liebe werktätig anzutreffen!
Diese ziehen eine gewisse Bequemlichkeit ihres irdischen Lebens allzeit der Liebe zu Gott vor.

Der Reiche sorgt für seine Familie, und dafür bedankt sich ein jeder, dem es so ergeht.
Diese aber trauen Gott nicht und sorgen selbst für ihr Bestehen.

Beamten und Geistlichen aller Sekten halten den Weltdienst und die Erfüllung der Standespflichten für den Gottesdienst. Am Ende werden sie gefragt, ob die Erfüllung der Pflichten ihnen keinen Gewinn abgeworfen haben, wovon sie leben könnten. Sie haben aus Liebe zu den Vorteilen ihre Standespflichten erfüllt. Wenn sie glauben, dass sie die Vorteile ihres Dienstes wegen geniessen durften, werden sei gefragt, welchen Gewinn sie für Gott erwirtschaftet haben, wo sie doch ihren Lohn bereits erhalten haben.... Sie antworten: "Herr, das Pfund war in den Verhältnissen, in die wir auf der Welt gestellt waren, nicht zu gebrauchen; wir aber erkannten es als ein Heiligtum, darum tasteten wir es auch nicht an."



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